Schilder auf dem Stadtplatz

Fridays For Future: Bürgermeister Korpan über Penzberger Klimaziele

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Plakate auf dem Stadtplatz (v.l.): Bürgermeister Stefan Korpan, Katrin Reisnecker (Arbeitsgruppe Umwelt) und die FFF-Organisatoren Vera Tonn und Jasmin Fischer.
  • Max Müller
    vonMax Müller
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Penzberg – Die Penzberger Ortsgruppe von Fridays For Future (FFF) machte am vergangenen Freitag mit einer Plakataktion auf dem Stadtplatz auf den Klimawandel aufmerksam.

„Es war sehr ruhig in letzter Zeit“, beschreibt Vera Tonn (19), Mitorganisatorin der Schilderaktion, das Engagement der FFF Penzberg seit Pandemiebeginn. Man wollte sich nicht durch unüberlegten Aktionen und Demonstrationen in ein schlechtes Licht rücken – deshalb hielt die Jugend die Füße weitestgehend still.

Auch Jasmin Fischer (17) klagt über die Situation während der Pandemie. Die Schülerin des Penzberger Gymnasiums bedauert, dass „keine Demos mehr möglich sind, um politischen Druck auszuüben.“ „Eingeschlafen ist jedoch niemand! und es ist auch nicht zum Stillstand gekommen“, betont das Mitglied der Fridays For Future Penzberg.

42 Plakate auf dem Stadtplatz

Am vergangenen Freitag gingen die jungen Umweltaktivisten wieder in die Öffentlichkeit. 42 Schilder und ein Banner mit Botschaften wie „no more empty promises“, „fangt endlich an den Klimawandel wie Corona zu behandeln“ und „Kohle in die Bildung, nicht in den Ofen“ breiten Lehrerin Katrin Reisnecker (Arbeitsgruppe Umwelt des Gymnasiums) sowie Vera Tonn und Jasmin Fischer (beide FFF Penzberg) vor dem Rathaus aus. Später hängen die Umweltaktivisten die Schilder noch an Schnüren auf.

Eine Drohne kreist über dem Stadtplatz - die Aufnahmen zeigen die 42 Plakate.
42 Plakate vor dem Rathaus: „No more empty promises“ war die zentrale Botschaft der FFF.
Die Schilder wurden später an Schnüren aufgehängt.

Interview mit dem Bürgermeister

Bei einem anschließenden Gespräch mit Rathauschef Stefan Korpan ist Lob von beiden Seiten zu vernehmen: Der Bürgermeister spricht positiv über das Engagement der jungen Klimaaktivisten und Fischer lobt den Ausbau der Buslinien im Penzberger Nahverkehr sowie die Renaturierung des Ringseefilzes.

FFF-Vertreterin Jasmin Fischer und Bürgermeister Stefan Korpan im Klimagespräch.

Korpan will das Thema Klimawandel „nicht auf die lange Bank schieben“ und zählt auf Nachfrage der FFF konkrete Ziele und Projekte auf, die man von Stadtseite angehen will: Der Bürgermeister verweist auf den stadteigenen Klimaschutzmanager, die Bauprojekte an der Birkenstraße und am Daserweg (Rundschau berichtete) sowie das Vorhaben, alle städtischen Gebäude an Fernwärme anzuschließen. Laut Korpan wurde auch ein neuer Flächennutzungsplan in Auftrag gegeben, um unter anderem die CO2-Bilanzen von Penzberger Gebäuden zu verbessern und den Ausbau des Radnetzes voranzutreiben.

Wichtig, dass es Leute gibt, die fordern und Bewusstsein schaffen.“

Stefan Korpan (Bürgermeister Penzberg)

Bei allen Klimazielen ist es laut Korpan „wichtig, dass es Leute gibt, die fordern und Bewusstsein schaffen“.

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