Wie in der Sesamstraße

„Es funktioniert?!“: AWO-Hort wird von Staatssekretärin für 3D-Projekt ausgezeichnet

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Freuten sich über 1.000 Euro und eine Auszeichnung

Penzberg – Was ist eigentlich 3D? Diese Frage stellten sich die Kinder des AWO-Horts an der Winterstraße und gingen Begriffen wie „Tiefe“ und „Dimension“ auf den Grund. 

Sie besuchten eine Augenarztpraxis, ließen sich von einer Optikerin in die Welt des Sehens und der Funktion des Auges einweisen, besuchten einen Elektromarkt und ein 3D-Kino. Dieser Einsatz wurde nun durch die Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern 4.0“ mit der Auszeichnung „Es funktioniert?!“ gewürdigt. Dazu kam eigens Kultusstaatssekretärin Anna Stolz nach Penzberg und überreichte Urkunden für jeden der 14 beteiligten Schüler. Ebenfalls mit dabei: Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der baye­rischen Metall- und Arbeitgeberverbände (bayme vbm), der das Preisgeld von 1000 Euro stiftete. Eine Plakette zum Aufhängen, welche das besondere Engagement des Horts in der naturwissenschaftlichen Bildung unterstreicht, nahmen Gruppenleiterin Anja Klaar und ihre Kollegin Djamilla Ach-Jaffee entgegen, die beide das Projekt begleiteten und den Kindern viel Raum für eigenes Erfahren ließen. 

Klaar und Ach-Jaffee begannen im Oktober 2018 mit 14 Schülern aus dem Hort im Alter von sieben bis zehn Jahren mit dem Forschungsprojekt. Gemeinsam wurden in der Gruppe mögliche Themen diskutiert, am Ende machte das 3D-Projekt das Rennen. Mit großer Begeisterung widmeten sich die jungen Forscher dem Thema und erarbeiteten in 17 Treffen, was es denn mit der Dreidimensionalität so auf sich hat. „Ich rieche hier ganz viel Forschergeist“, stellte Staatssekretärin Anna Stolz schnuppernd fest. Sie lobte die Ausdauer der Kinder und die guten Ideen, mit welchen sie an das Projekt herangingen. „Es gehe darum nachzufragen, wie in ihrem Lieblingslied aus der Sesamstraße, sagte Stolz und begann zu singen „Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm.“ Die Kinder hatten damit sichtlich ihren Spaß. Auch Bertram Brossardt dankte den Kindern leidenschaftlich und nahm auf der Stufe des Podests Platz, um mit ihnen auf Augenhöhe zu sein. „Ich habe großen Respekt davor, dass ihr euch jetzt schon mit so einem schweren Thema auseinandersetzt“, lobte Brossardt, der in diesem Zusammenhang erwähnte, dass sein Verband im Jahr 20 Millionen Euro für Bildung ausgebe, um technische Themen und Berufe populärer zu machen. 

Bayernweit wurden in diesem Jahr 23 Projekte im Rahmen von „Es funktioniert?!“ eingereicht, eine Jury aus Pädagogen, Wirtschaftsvertretern und Bildungsexperten wählte den AWO Kinderhort schließlich für den ersten Platz aus. „Die Kinder haben vor Freude so laut geschrien, dass es sogar die Nachbarn gehört haben“, lachte Erzieherin Anja Klaar. 

Natürlich kamen auch die jungen Forscher zu Wort, die sich in einem alle einig waren: Die gemeinsame Arbeit an dem Thema war mitunter das Beste daran. Tommy fand darüber hinaus die 3D-Brillen ganz toll: „Ohne die Brille schaut das Bild verschwommen aus.“ Hanna und Elias waren vom 3D-Film begeistert: „Das war, als ob man mittendrin wäre.“ Natürlich, so räumte Anja Klaar ein, habe es auch Durchhänger gegeben, „aber dann brachten die Kinder auf einmal neue Ideen und haben sich gegenseitig wieder motiviert“. 

„Es funktioniert?!“ ist eines von 16 Projekten der Initiative „Technik – Zukunft in Bayern 4.0“ im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft und zeichnet seit 2005 beispielhafte technische Projekte mit dem Ziel aus, Kindergarten-, Hort- und Grundschulkinder spielerisch an naturwissenschaftliche, digitale und technische Themen heranzuführen und ihren natürlichen Entdeckergeist zu fördern. au

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