Nehmen wie es kommt

Votum der Vereine: Fußball-Saison im Amateurbereich wird im September fortgesetzt

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Sind froh, dass nun endlich Planungssicherheit herrscht: die Trainer Jürgen Staiger vom ASV Habach und Martin Wagner vom FC Penzberg.
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Sind froh, dass nun endlich Planungssicherheit herrscht: die Trainer Jürgen Staiger vom ASV Habach und Martin Wagner vom FC Penzberg.

Landkreis – Die Saison bei den Amateurfußballern wird nicht abgebrochen: Dafür sprachen sich die Verantwortlichen des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) bei einem Webinar mit über 700 Teilnehmern am vergangenen Freitag aus. 

Der Ansicht schlossen sich danach auch mehrheitlich die Vereinsvertreter an, die bis Sonntag über den Vorschlag abstimmen konnten. Einen Tag später meldete der BFV, dass 68,13 Prozent der Klubs, die an der Abfrage des Meinungsbildes teilgenommen hatten, für „Ja“ und damit die Fortsetzung des Spielbetriebs stimmten. In absoluten Zahlen ausgedrückt votierten 2.178 Vereine für den BFV-Weg, 1.019 (31,87 Prozent) sprachen sich dagegen aus. Jeder am Spielbetrieb in Bayern teilnehmende Klub hatte dabei eine Stimme. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 73,53 Prozent. 

„Unser großes Dankeschön geht an alle Vereine in ganz Bayern, die in solch überragender Mehrheit mit ihrer Stimmabgabe dazu beigetragen haben, dass dieses Meinungsbild auf einem ganz festen und breiten Fundament steht“, erklärte BFV-Präsident Rainer Koch. Im Vorfeld hatten er und weitere Verbandsvertreter zwei Szenarien vorgestellt: Entweder gibt es einen Abbruch und eine Annullierung der aktuellen Saison oder der Spielbetrieb wird ab 1. September wieder fortgesetzt. „Alle wollen Planungssicherheit, niemand will Geisterspiele“, meinte BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher, der klar für die Fortsetzung plädierte. Diese sieht vor, die Spielzeit 2019/20 frühestens ab dem 1.September sowohl im Senioren- als auch im Nachwuchsbereich fortzusetzen. Voraussetzung dafür ist, dass die derzeit bestehenden Kontaktbeschränkungen dies zulassen. Trainings- und Freundschaftsspiele können stattfinden, sobald dies die Staatsregierung und die Landratsämter erlauben, was durchaus schon vor dem genannten Termin der Fall sein könnte. Grundsätzlich wäre ein späterer Start erst im Oktober oder November auch möglich. 

Der Hintergedanke dabei ist, dass nicht gleich zwei Spielzeiten zunichte gemacht werden. Dieser Fall könnte drohen, wenn die aktuelle Saison abgebrochen wird, die kommende im Herbst startet und dann durch eine eventuell heftige Rückkehr der Corona-Pandemie eine erneute Unterbrechung nötig wäre. „Davor hätten wir große Sorge“, betonte Koch, der ein Ziel vor Auge hat: „Wir hoffen, dass bis zum 1. Juli 2021 wieder alles im Lot ist.“ Mit einem regulären Saisonende will der Verband auch Rechtsstreitigkeiten über Auf- und Abstiege, wie es beispielsweise in Österreich der Fall ist, vermieden. „Wir wollen Entscheidungen auf dem grünen Rasen und nicht am grünen Tisch“, erklärte Koch. 

„Wir nehmen es, wie es kommt, da wir es letztlich eh nicht ändern können“, sagt Jürgen Staiger, der Trainer des ASV Habach. Klar für eine Saisonfortsetzung plädiert dagegen Martin Wagner, der Coach des FC Penzberg. „Alles andere wäre unfair“, so Wagner, der einräumt, die Arbeit zusammen mit dem Team „extrem“ zu vermissen. „Und bis zum 1.September ist es eine verdammt lange Zeit“, meint Wagner, der aber zufrieden ist, dass jetzt wenigstens Planungssicherheit herrscht. „Wobei für mich persönlich ist ein Start im September aber auch noch fraglich“, rechnet Staiger mit einer durchaus noch länger währenden Zwangspause. hal

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