Für vorbildliche Ausbildung

Gartenbaubetrieb Wolz aus Schlehdorf mit Staatsehrenpreis ausgezeichnet

 Kerstin und Markus Wolz
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Für ihr Engagement in Sachen Ausbildung wurden Kerstin und Markus Wolz vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit dem „Staatsehrenpreis für vorbildliche Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau“ ausgezeichnet.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Diese Redensart kennt fast jeder. Sie bedeutet nichts anderes, als dass Lehrlinge oft ausgenutzt statt ausgebildet werden. Nicht so bei der Garten- und Landschaftsbau Wolz GmbH in Schlehdorf. Das Ehepaar Wolz sorgt beispielhaft für seine Lehrlinge. Es unterstützt die zukünftigen Gärtner, wo sie nur können. Für ihr Engagement wurde der Betrieb deshalb vor wenigen Wochen vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit dem „Staatsehrenpreis für vorbildliche Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau“ ausgezeichnet.

Wer seine Ausbildung zum Gärtner in der Garten- und Landschaftsbau Wolz GmbH in Schlehdorf absolviert, hat alles richtig gemacht. Hier erfahren Lehrlinge die Unterstützung und Betreuung, die für einen erfolgreichen Abschluss zum Landschaftsgärtner notwendig ist. „Seit unserem Bestehen haben wir etwa 15 Auszubildende gehabt und alle zu einem erfolgreichen Abschluss geführt“, erklärt Markus Wolz. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Kerstin Wolz leitet er seit 15 Jahren die Firma. Für das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein Grund, den Familienbetrieb mit dem „Staatsehrenpreis für vorbildliche Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau“ auszuzeichnen.

Nur drei Betriebe aus Oberbayern sind dieses Jahr unter den Preisträgern, 20 in ganz Bayern insgesamt. „Wir sind freilich mehr als stolz auf diese Ehre, die uns zuteilwird“, so Markus Wolz. Eine verdiente Würdigung für das gesamte Team, angesichts des Engagements, welches die beiden Diplomingenieure Landschaftsarchitektur sowie die Landschaftsgärtner ihren Schützlingen entgegenbringen.

„Uns ist wichtig, dass Bewerber zunächst mindestens ein einwöchiges Praktikum bei uns absolvieren“, so Kerstin Wolz. Denn der Beruf ist sehr vielfältig. Wer sich für eine Gärtner-Ausbildung interessiert, sollte einen mittleren Bildungsabschluss haben und körperlich fit sein. „Manchmal ist der Alltag ganz schön anstrengend“, sagt Markus Wolz. Oft in gebückter Haltung bei fast jedem Wetter arbeiten – das kann einem zusetzen. Inzwischen hilft moderne Technik bei der körperlichen Arbeit. „So lernen Gärtner nicht nur den Umgang mit Pflanzen, sondern auch spezielle Maschinen zu bedienen“, sagt Wolz. Deswegen sei der Beruf durchaus auch für Frauen geeignet, „wie man an mir selber sieht“, fügt Kerstin Wolz hinzu.

Gerade die Spezialisierung auf den Garten- und Landschaftsbau findet Wolz besonders abwechslungsreich: „Wir planen komplette Gärten, zu denen nicht nur Pflanzen gehören“, erklärt die Gartenplanerin. Das Arbeitsspektrum schließt auch Böden, Mauern, Treppen, Pflasterarbeiten und Wassergärten ein.

Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Die angehenden Fachkräfte bekommen im ersten Jahr ein breites Grundwissen vermittelt. Ab dem zweiten Jahr spezialisieren sie sich auf eine von sieben Fachrichtungen - bei der Firma Wolz ist diese der Garten- und Landschaftsbau. Das Ehepaar Wolz schickt seine Auszubildenden außerdem gezielt zu ausgewählten Schulungen. Die Berichtshefte werden regelmäßig gewissenhaft kontrolliert und gemeinsam mit den Auszubildenden aufgearbeitet. Ebenso betreut Markus Wolz seine Schützlinge oft persönlich auf der Baustelle. „In meiner Lehrlingszeit habe ich den Ausbilder gerade dreimal gesehen“, so Wolz. Das wollte er anders machen.

Wichtig sei beiden auch, mit den zukünftigen Gärtnern in persönlichem Kontakt zu sein. Dazu gehören auch gemeinsame Grillabende.

„Normalerweise versuchen wir, in jedem Jahrgang einen Lehrling auszubilden“, erklärt Kerstin Wolz, „derzeit sei es aber nur jeweils einer im ersten und zweiten Lehrjahr“. Für den Ausbildungsstart im Sommer 2021 hätten sich bislang nur wenige Interessenten gemeldet. „Wir hoffen, dass wir noch einen engagierten Lehrling hinzubekommen“, meint Markus Wolz zuversichtlich. Übrigens: Mit etwas Berufserfahrung können Gärtner einen Meister machen. Auch ein Studium ist möglich - mehrere Unis und Fachhochschulen bieten gartenbauliche Studiengänge an. Viele Informationen dazu stehen auch auf der Website der Firma Wolz unter www.garten-wolz.de/jobs-ausbildung. sg

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