Novita gibt auf

Seniorenzentrum: Thomas-Wimmer-Stiftung will Umbau vorantreiben

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Präsentierten bereits vor einem Jahr die Umbaupläne, die nun realisiert werden: die TWS-Vorsitzenden Jürgen Salzhuber (links) und Max von Heckel (rechts) mit Architekt Karl Sorge (2. von links) und Hans Kopp von der AWO-München.

Penzberg – Überraschende Wende in der Frage der Betriebsträgerschaft des Seniorenzentrums an der Gartenstraße: Die Novita-Stiftung, die seit Herbst vergangenen Jahres das Haus leitet, hat in dem Rechtsstreit mit der Thomas-Wimmer-Stiftung (TWS), der Eigentümerin des Gebäudes, klein beigegeben.

Beide Parteien haben sich nun darauf verständigt, dass sich Novita am 30. September zurückzieht, am 1. Oktober übernimmt dann die Arbeiterwohlfahrt (AWO) München den Betrieb. „Alle Mitarbeiter werden übernommen, und auch für die Bewohner ändert sich nichts“, erklärte der TWS-Vorsitzende Jürgen Salzhuber bei einer Pressekonferenz im Rathaus.

Die TWS will nun mit Hochdruck daran gehen, den wegen der juristischen Auseinandersetzung auf Eis gelegten Umbau zu starten, damit die Heimaufsicht die Betriebserlaubnis über das Jahr 2022 hinaus gewährt. In einem ersten Schritt, so Salzhuber, werde man die Anzahl der Bewohner auf die aktuelle Zahl von 86 einfrieren, um während der Umbaumaßnahmen entsprechend viele Zimmer als Ausweichquartier zur Verfügung zu haben. Konkret ist dabei geplant, die Badezimmer komplett zu erneuern und die Schwellen zwischen Zimmer und Balkon zu entfernen. Außerdem werden die bisherigen Doppelzimmer nach dem Umbau nur noch mit einer Person belegt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir alle Auflagen der Heimaufsicht innerhalb von zwei Jahren erfüllen können“, erklärte Salzhuber. 

Darüber hinaus wird im bisherigen Innenhof ein Neubau errichtet, in dem weitere Zimmer entstehen, so dass das Seniorenzentrum im Endausbau 120 Bewohner unterbringen kann. In dem Neubau kann sich Salzhuber auch eine Tagespflege und eine Kinderkrippe vorstellen. „Darüber werden wir jetzt dann in aller Ruhe mit der Stadt sprechen“, erklärte er. Parallel will der TWS-Vorsitzende auch Gespräche mit Roche bezüglich der Errichtung eines Betriebskindergartens führen. 

In einem letzten Schritt wird dann noch das denkmalgeschützte Pfründner-Heim umgebaut werden. Hier will die TWS vor allem Personalwohnungen schaffen, um Pflegekräfte, die außerhalb von Penzberg leben, mit günstigem Wohnraum anzulocken. „Auf dem örtlichen Markt ist nämlich kein Personal mehr zu bekommen“, so Salzhuber. la

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