Patronatstag ganz in Weiß

Gebirgsschützen versinken bei ihrem Patronatstag beinahe im Schnee

+
Keiner wollte bei diesem Wetter raus: Rund 4.000 Menschen feierten im Festzelt den Gottesdienst.

Benediktbeuern – Weder auf die Hüte, die unter Beweis stellten, wie viele Grünnuancen es gibt, noch in die Teller mit Hendl und Semmel fielen die Flocken am Patronatstag in Benediktbeuern. Im Festzelt feierten fast 50 Gebirgsschützenkompanien zu Ehren der Patrona Bavariae. 

Bereits zum vierten Mal fungierten die Benediktbeurer Antlassschützen als Gastgeber für den Patronatstag, das wichtigste Fest der Gebirgsschützen. Dieses Jahr wird dabei mit Sicherheit in besonderer Erinnerung bleiben, machte doch ein Wintereinbruch den Kirchen- und Festzug zunichte, der mit 47 Gebirgsschützenkompanien in prächtigen Monturen vor allem für die Bevölkerung ein Highlight gewesen wäre. Von den Wetterkapriolen ließen sich aber weder die Aktiven noch die Ehrengäste die gute Laune vermiesen: Man beging die Feierlichkeiten statt dessen im schmuck ausgestatteten Festzelt.

Unter den Gästen war viel Prominenz aus Kommunal- und Landespolitik sowie mit Herzog Max und den Herzoginnen Elisabeth und Helene in Bayern traditionell auch der bayerische Hochadel vertreten. Kaum waren Ministerpräsident Markus Söder, qua Amt Schirmherr der Gebirgsschützen, und sein Stellvertreter Hubert Aiwanger ihren Limousinen entstiegen, wurden sie auch schon von Zeichenverkäufer Samuel begrüßt. Wie es sich gehört, zückten beide Herren ihre Brieftasche und kauften dem Buben je ein Patronatszeichen ab, wobei beide gut gelaunt auf das Wechselgeld verzichteten. 

Patronatstag 2019 zum vierten Mal in Benediktbeuern

Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw
Gebirgsschützenkompanien, Politikprominenz, Hochadel und Schnee: Patronatstag zum vierten Mal in Benediktbeuern © cw

„Freuen wir uns über Schlechtwetter, weil wenn wir uns nicht freuen, ist trotzdem schlecht Wetter“: Frei nach Karl Valentin begrüßte Adjudant Robert Stumbaum über 4.000 Gäste im winterlichen Benediktbeuern. Neben 47 bayerischen Gebirgsschützenkompanien war auch eine befreundete Kompanie aus dem südtirolerischen Terlan angereist, deren Major Elmar Thaler von Landeshauptmann Martin Haberfellner mit einer Urkunde geehrt wurde. Haberfellner erhielt zudem viel Applaus für seine Antwort auf die Frage, wie zeitgemäß und offen für Veränderungen die Gebirgsschützen eigentlich seien: „Wir wollen ja gar keine Veränderung.“ Schließlich zeichne gerade das Traditionsbewusstsein und Beharrungsvermögen die Gebirgsschützen in Bayern aus. Hinsichtlich der beabsichtigten Änderungen im Waffenrecht dankte er der Staatsregierung für ihre Unterstützung, den rechtlichen Rahmen für Gebirgsschützen beizubehalten. 

Markus Söder sammelte diesbezüglich eifrig Pluspunkte, als er feststellte: „Es ist ein Unterschied, was preußische Beamte schreiben und was Bayern fühlen.“ Die bayerischen Gebirgsschützen bezeichnete Söder als „Anker für die Seele der Bayern“ und „Aushängeschild für unser Land“. Beim Besuch von Prinz Charles in den kommenden Tagen werde eine Kompanie der Gebirgsschützen selbstverständlich beim Ehrengruß mitwirken. „Es war mir eine Ehre, Sie zu unterstützen“, versicherte Söder zum Abschied. cw

Auch interessant

Meistgelesen

Patrozinium und Trachtenjahrtag: Nantesbuch wird ein prächtiges Dorffest beschert
Patrozinium und Trachtenjahrtag: Nantesbuch wird ein prächtiges Dorffest beschert
Novita zieht sich zurück, TWS siegt: Die wichtigen Fragen aber bleiben offen
Novita zieht sich zurück, TWS siegt: Die wichtigen Fragen aber bleiben offen
Alkoholisierter Autofahrer tritt versehentlich auf die Bremse 
Alkoholisierter Autofahrer tritt versehentlich auf die Bremse 
Nichts Neues aus Nigeria: Father Gerald über ein Land ohne Fortschritt
Nichts Neues aus Nigeria: Father Gerald über ein Land ohne Fortschritt

Kommentare