Geiger beerbt HAP

Murnauer Automotive-Unternehmen verlegt seinen Sitz nach Penzberg

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Die Neuen waren schon da: Bei der HAP-Jobmesse hat Geiger Automotive schon mal Werbung für das Unternehmen gemacht – am künftigen Standort.

Penzberg – Die Nachfolge von HAP auf dem Gelände an der Seeshaupter Straße ist geregelt. Nach der Schließung des Unternehmens wird Geiger Automotive seinen Unternehmenssitz in Murnau und ein Werk in der Nähe von Augsburg schließen und beide Einheiten in Penzberg zusammenführen.

Das haben Bürgermeisterin Elke Zehetner und Heinz Runte, der Geschäftsführer der AIC GmbH, in welcher das Immobiliengeschäft der Hörmann-Gruppe gebündelt ist, heute bekanntgegeben. Elke Zehetner war die Erleichterung dabei anzumerken, dass es an der Seeshaupter Straße beinahe einen nahtlosen Übergang gibt. Und besonders positiv: Runte erklärte nach Gesprächen mit Geiger, dass das Unternehmen in Penzberg neue Arbeitsplätze schaffen werde. „Da eröffnet sich für einige der HAP-Mitarbeiter eine neue Perspektive“, so Runte. Ihm und der Hörmann-Gruppe sei es bei den Verhandlungen in den vergangenen Monaten wichtig gewesen, ein Unternehmen als Nachfolger für HAP zu finden, das im gleichen indus­triellen Bereich tätig ist und zugleich viele Arbeitsplätze bietet. „Interessenten hatten wir viele, aber keiner passt unserer Ansicht nach so gut zu Penzberg wie Geiger“, schwärmt Runte. 

Die Murnauer werden das gesamte 100.000 Quadratmeter große Areal von AIC pachten, über die Pachtsumme haben beide Seiten aber Stillschweigen vereinbart. Noch ist der Deal nicht besiegelt, der japanische Mutterkonzern von Geiger muss der Verlagerung nach Penzberg erst noch zustimmen, wobei dies laut Runte nur noch eine Formsache sei. Mit dem grünen Licht aus Fernost rechnet er spätestens Anfang Mai. „Wir sind alle sehr positiv gestimmt“, betont er. Nach der Betriebsstilllegung von HAP wird Hörmann dann die Werkshallen ausräumen und soweit umbauen, dass sie von Geiger genutzt werden können. Runte veranschlagt dafür etwa sechs Monate, so dass Geiger zum Jahreswechsel 2020/21 mit dem Einzug beginnen kann. 

Elke Zehetner zeigte sich „sehr dankbar“, dass Hörmann bei der Suche nach einem Nachmieter von HAP „die Interessen der Stadt vertreten und einen Industriebetrieb gesucht hat, der viele Arbeitsplätze schafft“. Dies scheint gewährleistet zu sein, denn Geiger will, wie Runte sagt, in Penzberg zwischen 300 und 330 Mitarbeiter beschäftigen. la

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