Nur Gewerbe, keine Wohnungen

Stadt will sich Vorkaufsrecht am Erwerb des HAP-Areals sichern

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Könnte eine große Chance für Penzberg sein: das Areal von HAP.

Penzberg – Die Stadt will sich ein Vorkaufsrecht für das HAP-Areal sichern. Wenn das Werk am 30. Juni 2020 endgültig geschlossen wird, soll auf dem Gelände – und erweitert auch entlang Gotthilf-Näher-Straße – ein Gewerbegebiet entwickelt und zugleich eine Wohnbebauung ausgeschlossen werden

Der Ausschuss für Stadt­entwicklung hat dazu am Dienstagabend schon einmal grünes Licht gegeben. Wie Bürgermeisterin Elke Zehetner sagte, sei man in Penzberg zwar in der glücklichen Lage, über rund 1.400 Gewerbebetriebe zu verfügen, „nur haben wir nicht die geeigneten Flächen für Interessenten, die sich neu ansiedeln möchten, oder bestehende Unternehmen, die vergrößern wollen“. Das Vorkaufsrecht soll der Stadt über den Zuwachs neuer Gewerbeflächen hinaus aber auch die Möglichkeit geben, städtebauliche Ordnung zu schaffen. „Wir müssen die Stadt ordnen, gliedern und strukturieren“, so Zehetner. Gemeint hat sie damit: Es müsse Flächen für gesundes Wohnen, aber auch solche für störungsfreies Arbeiten geben. Zehetner verwies in diesem Zusammenhang auf die Gewerbegebiete an der Seeshaupter und Bichler Straße, an der Grube sowie im Nonnenwald. „Dort ist es laut, dort wird gearbeitet, das muss man so auch akzeptieren.“ Das Problem laut Zehetner: Die Stadt stehe am Rande der Möglichkeiten, Gewerbeflächen auszuweisen, „weil wir keine Grundstücke mehr haben“. Deshalb sei man stets wachsam und auf der Suche nach Optionen. Wie nun eben auf dem HAP-Gelände, wo man die Gewerbefläche bis zur Gotthilf-Näher-Straße ausdehnen will. „Wir möchten, dass hier weiter gearbeitet und nicht gewohnt wird“, betonte Zehetner und schob hinterher: „Freilich zu den Kosten, die man in einem Gewerbegebiet pro Quadratmeter erzielen kann.“

 Im Ausschuss gab es dazu viel Zustimmung. Jack Eberl (FLP) sah so den Antrag seiner Fraktion vom April erfüllt, wonach die Stadt mit der Hörmann Gruppe über einen Ankauf verhandeln möge. „Es ist erfreulich, dass nicht nur dieses Gebiet, sondern im Zuge einer Erweiterung zusätzliche Flächen für Gewerbebetriebe geschaffen werden“, sagte Eberl. Im April wurde er für diese Idee von der SPD noch scharf kritisiert, jetzt stimmte der Ausschuss geschlossen zu und empfahl dem Stadtrat den Erlass einer Vorverkaufssatzung. dd

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