Berufsorientierung für Schüler

Gelungene Kooperation: Penzberger „Berufscafé“ geht online neuen Weg

penzberg berufscafé special online
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Berufsberatung am Bildschirm: Petra Zott-Endres von „Passgenau“ (l.) und und ihre Mitstreiterinnen von „Ausbildung-im-Oberland.de“ beim Online-Berufscafé.
  • Andreas Baar
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Penzberg – Es war ein „Berufscafé Spezial“: Mehr als 200 Schüler aus Penzberg und Umgebung holten sich online Anregungen für ihre Ausbildung.

Die Penzberger Berufsorientierung „Passgenau“, getragen vom Familienzentrum Arche Noah, bot eine besondere Online-Veranstaltung in Kooperation mit der Plattform „Ausbildung-im-Oberland.de“ an. Zielgruppe waren Schüler, deren Berufsorientierung durch die Pandemie erschwert wird. Es war heuer bei der Berufsorientierung für Schüler durch Covid19 „noch schwieriger als sonst“: Das sagt Petra Zott-Endres von „Passgenau“. Info-Veranstaltungen und Messen fielen den Corona-Beschränkungen zum Opfer, Praktika waren oft nicht möglich. Nun sollen sich die Jugendlichen im Herbst mit einem Jahr Vorlauf um Lehrstellen bewerben – „eine Entscheidung, die im Pandemiejahr nicht wenigen Kopfzerbrechen bereitet“, so Zott-Endres.

30 Unternehmen dabei

Vor diesem Hintergrund haben „Passgenau“ und die regionale Plattform „Ausbildung-im-Oberland.de“ aus Penzberg zum Schuljahresende ein Kooperationsprojekt auf die Beine gestellt: Das „Berufscafé Spezial online“ bot mehr als 200 Schülern aus der Region die Möglichkeit, an zwei Tagen aus jeweils acht Berufsfeldern und 30 Unternehmen eine persönliche Auswahl zu treffen. Die Schüler bekamen dabei praxisnah Einblicke in Berufsalltag, Bewerbungsverfahren, Zugangswege und Anforderungen, unterschiedliche Unternehmenskulturen und spannende Berufsbiografien.

Breite Palette an Branchen

Das Spektrum reichte laut Zott-Endres von Gesundheit und Sport, Handwerk und Industrie, Naturwissenschaften, Dienstleistung und Büro bis zu sozialen Berufen. Es gab eine Rubrik „Lass dich überraschen“: In dieser erfuhren die Teilnehmer zum Beispiel welche Ausbildungsmöglichkeiten es im Vermessungsamt gibt und wie man Fahrdienstleiter bei der Bahn werden kann. Neben Chefs und Personalern „plauderten eine Reihe von Azubis aus dem Nähkästchen“, berichtet Zott-Endres. Ein Azubi aus einem Industriebetrieb erzählte: „Ich musste nach der Schule erst Mal eine ganz neue Haltung entwickeln und mich trauen, ganz viele Fragen zu stellen. Sonst hätte ich die Verantwortung gar nicht übernehmen können, die mir gleich übertragen wurde. Wenn ich einen Fehler gemacht hätte, wäre womöglich anderswo die Produktion stillgestanden.“

Infos

Weitere Infos auf www.beruf-passgenau.com und www.ausbildung-im-oberland.de.

Unter Federführung der Realschule, die den Online-Zugang über Teams ermöglichte, nahmen Schüler aller weiterführenden Schulen Penzbergs und Gäste von der Realschule Schlehdorf, der Mittelschule Benediktbeuern und der FOS Bad Tölz teil. Ziel war es, die Schüler kurz vor der Sommerpause „in komprimierter Form auf neue Ideen zu bringen“, so Zott-Endres. Gleichzeitig wurden Kontakte zu Unternehmen hergestellt, die über „Ausbildung-im-Oberland.de“ weiterverfolgt werden.

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