Auf zwei Etagen

Eine Doppelstockanlage für den Bahnhof: Gemeinde Benediktbeuern profitiert von Bike & Ride-Offensive

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Die alte Fahrradabstellanlage soll durch eine Doppelstockanlage ersetzt werden, auf der fast 80 Drahtesel einen sicheren Platz finden.

Benediktbeuern – Noch bis zum Jahr 2022 läuft die Bike & Ride-Offensive, ein Kooperationsprojekt der DB Station&Service AG und des Bundesumweltministeriums im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Bis dahin sollen 100.000 neue Fahrradabstellplätze an Bahnhöfen entstehen. Auch Benediktbeuerns Pendler werden davon profitieren, denn der Gemeinderat ebnete nun den Weg für die Teilnahme an dem Förderverfahren.

Um die Klimaziele zu erreichen, ist der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad in Kombination mit der Nutzung der Bahn ein wichtiger Baustein. Damit noch mehr Pendler ihre Fahrt zum Bahnhof mit dem Zweirad statt mit dem Auto antreten, nutzt die Gemeinde Benediktbeuern nun die im Herbst 2019 aufgelegte Bike & Ride-Offensive für Kommunen. Die DB unterstützt hierbei Gemeinden beim Stellen des Förderantrags sowie bei der Planung, Bestellung und Montage der Anlagen und stellt am Bahnhof mietfreie Flächen zur Verfügung. Da der Platzbedarf für eine sogenannte Reihenbügelanlage zu groß wäre, entschieden sich die Gemeinderäte für eine Doppelstockanlage, bei der die Fahrräder in zwei Etagen übereinander geparkt werden. Sorge, sein Rad nicht in die obere Etage hieven zu können, muss dabei niemand haben. „So eine Anlage ist wirklich leicht zu bedienen“, konnte Bernhard Rauchenberger (FBM) aus eigener Erfahrung berichten. 

Das Vorhaben wird mit satten 90 Prozent bezuschusst, 40 Prozent übernimmt dabei der Bund, 50 Prozent der Freistaat. Von den geschätzten Gesamtkosten in Höhe von rund 14.000 Euro bleibt demnach nur ein gemeindlicher Eigenanteil von zehn Prozent. Allerdings muss die Gemeinde vorab selbst einen festen Untergrund schaffen und künftig die Wartung der Anlage übernehmen. Die alte Anlage, die entfernt wird, hatte allerdings einen Vorteil: Sie war, zumindest zur Hälfte, überdacht. Dass Pendler sich für ihr Zweirad nicht nur einen Schutz vor Diebstahl, sondern auch vor der Witterung wünschen, ist Bürgermeister Toni Ortlieb bewusst. „Man wird darüber nachdenken müssen, das Grundgerüst mit einer Einhausung zu versehen“, meinte er. cw

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