Gleiche Zeit, mehr Geld

Parken in der Gemeinde Kochel ist nun deutlich teurer geworden

+
Auch auf dem Parkplatz neben dem Bahnhof werden die Gebühren erhöht.

Kochel – Nach fünf Jahren erhöht die Gemeinde Kochel die Gebühren für ihre öffentlichen Parkplätze. Kochels Bürgermeister Thomas Holz begründete den Schritt damit, dass die Höhe der Parkgebühren nicht mehr der gängigen Praxis entsprach und deutlich zu niedrig war. Mit den Mehreinnahmen soll zudem der enorm gestiegene Aufwand der Gemeinde für die Entsorgung von Müll und Unrat von öffentlichen Plätzen refinanziert werden.

Seit 1. August zeigen die Parkschein­automaten neue Preise an. An den Parkplätzen P1 und P2 an der Mittenwalder Straße kosten die ersten drei Stunden dann einen Euro mehr als bislang, nämlich drei Euro. Die Gebühr für jede weitere Stunde wurde von 50 Cent auf einen Euro verdoppelt, eine Tageskarte kostet nun fünf Euro. Das gebührenpflichtige Zeitfenster bleibt von 8 bis 18 Uhr bestehen, auch an der Höchstparkdauer von 24 Stunden ändert sich nichts. Am Parkplatz P4 an der Kesselbergstraße, der rund um die Uhr gebührenpflichtig ist, kosten die ersten beiden Stunden jetzt zwei statt bislang einen Euro, und die Tageskarte wird von drei auf fünf Euro erhöht. 

Während die Räte der Erhöhung der Gebühren an diesen Stellen einmütig zustimmten, gab es beim Parkplatz P3 in der Bahnhofstraße unterschiedliche Meinungen. Klaus Barthel (SPD) wollte die Gebühr dort nicht erhöhen, sondern am liebsten ganz streichen und begründete dies damit, dass man um jeden Pendler froh sei, der sein Auto am Bahnhof stehen lasse und Zug fahre. „Wir sollten die Pendler nicht zusätzlich abkassieren“, fand Barthel und stellte den Antrag, es nach den ersten beiden Gratisstunden bei 50 Cent für jede weitere Stunde zu belassen. 

„Wir haben uns das damals genau überlegt“, rief Rathauschef Holz in Erinnerung. An den gebührenfreien Parkplätzen rund um den Schmied-von-Kochel-Platz mache man die Erfahrung, dass Tagesparker Plätze von morgens bis abends belegten. Daher habe man den P3 ganz bewusst mit Gebühren belegt, damit die Flächen dort immer wieder frei würden. Den zentral gelegenen Parkplatz sieht Holz hauptsächlich für Kunden der umliegenden Geschäfte als für Pendler, für die es vor dem Bahnhof ausreichend Parkflächen gebe. „Die ersten beiden Stunden sind kostenlos, da kann man gemütlich einkaufen, sich sogar Ringe oder ein Radl aussuchen“, glaubt Holz. Mit den Gegenstimmen von Barthel und Eduard Pfleger (Junge Liste) wurde die Erhöhung der Parkgebühren auch für den P3 beschlossen. Zwischen 6 und 18 Uhr wird nun ab der dritten Stunde ein Euro stündlich fällig, für eine Tageskarte zahlt man fünf Euro. Auch Monatskarten für 20 Euro (bislang 13) und Jahreskarten für 200 Euro (bislang 150) können erworben werden. 

Abschließend wandte sich Holz an die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs. „Sie rücken täglich aus, auch samstags und sonntags bereits ab sechs Uhr, um bei jedem Wetter den Müll anderer Leute zusammenzuklauben“, sagte er, dafür gebühre der Truppe ein ausdrücklicher Dank. cw

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Penzberg: Kindergarten in der Baustelle
Penzberg: Kindergarten in der Baustelle
Stadtradeln: Schüler sind das beste Team, Wolfgang Sacher gewinnt Einzelwertung
Stadtradeln: Schüler sind das beste Team, Wolfgang Sacher gewinnt Einzelwertung

Kommentare