Etwas Bauchweh

Gemeinderat sorgt sich um sein „Schmuckkasterl“

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Für das betagte Gebäude ist ein Teilabriss geplant. Geht es nach dem Gemeinderat, soll sich der Ersatzbau durch ein schmuckes Äußeres in den Ortskern einfügen.

Benediktbeuern – Nicht mehr benötigte Stallungen in Wohnungen umzubauen, ist eine gute Möglichkeit, ohne zusätzliche Flächenversieglung neuen Wohnraum zu schaffen. Daher stimmten Benediktbeuerns Gemeinderäte nun dem Teilabbruch und Ersatzneubau eines Einfamilienhauses an der Häusernstraße einstimmig zu.

Bauchschmerzen bereitete ihnen allerdings die Freiheit bei der Bauausführung, denn für das Grundstück im Ortskern gibt es keinen qualifizierten Bebauungsplan. Die Gemeinde hofft nun auf den guten Willen des Bauherrn, den Neubau mit einer gefälligen Außenfassade samt Sprossenfenster und Fensterläden auszuführen. 

„Das moderne Haus könnte überall stehen“, bemängelte Margarete Steffens (CSU) nach einem Blick auf die eingereichten Pläne und fragte, ob man denn überhaupt einen Einfluss darauf habe, ob sich das neue Gebäude optisch in die Umgebung der Dorfstraße einfüge. „In einem qualifizierten Bebauungsplan ist wesentlich mehr geregelt“, bestätigte Bauamtsleiter Robby Wagenknecht und verwies auf das Landratsamt, das den Bauplan letztlich prüfen müsse. 

„Die Dorfstraße ist unser Schmuckkasterl“, resümierte Bürgermeister Toni Ortlieb, und das sei jedem Bürger bewusst. Auch für das erste Haus an der Häusernstraße, die als Verlängerung der Dorfstraße noch zum schmucken Dorfkern gehört, gelte die Ortsgestaltungssatzung, stellte er fest. An diese müsse sich der Bauherr halten. Zusätzlich will Ortlieb dem Antragsteller nun Hinweise geben, wie sich die Gemeinde die Ortskernentwicklung im Rahmen der Dorferneuerung vorstellt. cw

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