Viel weniger als gedacht

Der neue Kindergarten von Bad Heilbrunn startet mir nur sechs Buben und Mädchen

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Start mit wenig Kundschaft: das Kindergartenteam mit Anna Kaltenhauser, Katharina Hartl, Iris Soyer und Nicole Schwaller (von links).

Bad Heilbrunn – Für den neuen Kindergarten in Bad Heilbrunn gibt es noch kein Gebäude und keinen Namen, aber dennoch nimmt das Projekt Konturen an. Im evangelischen Gemeindehaus stellte sich das fünfköpfige Team, das erst mal sehr wenige Kinder betreuen wird, nun der Öffentlichkeit vor.

„Die Nachfrage nach Plätzen ist längst nicht so groß wie erwartet“, sagte Pfarrer Johannes Schultheiß. Er appellierte deshalb an die Eltern, Werbung für die neue Einrichtung zu machen. Die neue Leiterin Katharina Hartl ergänzte, dass mittlerweile zwölf Anmeldungen eingegangen seien. Von Anfang an dabei sind ihrer Einschätzung nach fünf bis sechs Kinder, Platz wäre aber für bis zu 25. Dass die Zahl erstmal nicht erreicht wird, sei ein Vorteil für alle Beteiligten, denn die Erzieherinnen könnten leichter zusammenwachsen, „und für die Kinder ist die Situation ein Luxus“, so Hartl. 

Ab dem 16. September werden die Kinder zunächst im evangelischen Gemeindesaal betreut. Mitte Oktober soll dann der Umzug in die Container auf dem ehemaligen „Post“-Gelände erfolgen – falls die mobilen Einheiten bis dahin geliefert worden sind. Das Platzangebot ist dann üppig. Es gibt einen neun mal fünf Meter großen Gruppenraum, einen Nebenraum, einen Ruheraum, einen Turnraum und einen leerstenden Raum für die Krippe, die im September 2020 einziehen soll. „Am Anfang hat fast jedes Kind einen eigenen Raum“, lachte Hartl. 

Die Leiterin präsentierte auch die wichtigsten Grundzüge des pädagogischen Konzepts. Im Mittelpunkt stehe dabei die Zusammenarbeit mit den Eltern, die Vermittlung christlicher Werte und das Spielen und Lernen in der freien Natur. 

Letzteres kommt wenig überraschend, schließlich hat Hartl zuletzt drei Jahre lang den Gaißacher Waldkindergarten geleitet. Nebenbei studierte sie und machte den Bachelor-Abschluss. Nach dem Studium habe sie eine neue berufliche Herausforderung gesucht, „und da ist mir die Kindergartenleitung in Heilbrunn zugeflogen“. Sie wolle in Heilbrunn keinen zweiten Waldkindergarten aufbauen, versicherte Hartl, „aber ich werde meine Erfahrungen und Stärken einbringen“. 

Aus Oberfischbach kommt die Kneipp-Erzieherin Anna Kaltenhauser. Nicole Schwaller wiederum kümmerte sich zuletzt neun Jahre um die Erziehung ihrer eigenen Kinder: „Ich finde jetzt wieder Zeit zum Arbeiten.“ Ihr Schwerpunkt liegt auf Basteln und Singen: „Ich bin die Kreative im Team.“ Komplettiert wird das Quartett durch Iris Soyer, die lange Jahre als Erzieherin in Antdorf und Penzberg gearbeitet hat und zwischenzeitlich ein Geschäft führte. Ab Dezember steht Köchin Zeynep Ceylanbas zur Verfügung, die Erfahrungen in einem Altenheim gesammelt hat. Bis sie das Mittagessen kochen kann, müssen die Kinder selbst ihre Brotzeit mitbringen.

„Nach der Ausschreibung haben wir gezittert, ob wir so schnell ein Team zusammenstellen können“, gibt Schultheiß zu. „Umso stolzer sind wir, dass uns das gelungen ist.“ ps

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