Drei Patienten positiv getestet

Das Corona-Virus im Landkreis Weilheim-Schongau: der aktuelle Sachstand

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Bislang wurden drei Patienten im Landkreis positiv auf das Virus getestet.

Landkreis – In einer Pressemitteilung geben das Gesundheitsamt Weilheim, das Landratsamt Weilheim-Schongau und die Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau nun einen aktuellen Überblick über die Entwicklung des Corona-Virus im Landkreis Weilheim-Schongau:

1. Entwicklung der Fälle 

Im Landkreis Weilheim-Schongau sind Stand 07.03.20 drei Patienten positiv auf „Coronavirus“ getestet. Deutschlandweit sind aktuell 500 Fälle bestätigt, wobei nur „eine Handvoll“ Patienten mit schweren Verläufen erkrankt sind. Zum Vergleich: Von der für diese Jahreszeit typische „Influenza Virusgruppe“ sind momentan 18.862 Menschen betroffen – diese ist also deutlich häufiger. 

2. Stabiler Gesundheitszustand der neu erkrankten Patienten 

Bei der zweiten Corona-Patientin, die am vergangenen Freitag bestätigt wurde, handelt es sich um eine Klinikmitarbeiterin. Diese ist in der Verwaltung tätig ist, wodurch sie in keinem Patientenkontakt steht. Ihr Zustand ist stabil, sie zeigt keinerlei Krankheitssymptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Die dritte Person, welche positiv getestet wurde, ist die Ehefrau des ersten Patienten. Hier liegt ein leichter Verlauf vor, so dass die Erkrankung in häuslicher Quarantäne behandelt werden kann. Auch ihr Zustand ist stabil. 

3. Behandlung mit Hochleistungstherapien bei schwerem Verlauf 

Der Zustand des 80-jährigen Mannes, der seit gestern intensivmedizinisch versorgt wird, ist unverändert ernst. Ein interdisziplinäres Ärzteteam - unter Leitung der Chefärzte Prof. Dr. Andreas Knez und Dr. Thomas Waldenmaier - arbeiten mit Hochdruck daran, durch den Einsatz von Hochleistungstherapien mit sogenannten Virustatika den schwer erkrankten Patienten bestmöglich zu versorgen. Bei den Virustatika handelt es sich um speziell gegen Viren ausgerichtete Medikamente, die z.B. bei Ebola oder Aids eingesetzt werden. Hierzu stehen die Ärzte mit den führenden Arzneimittelherstellern weltweit und universitären Einrichtungen in engem Austausch. 

4. Stabile Situation bei Klinik-Mitarbeitern in vorsorglicher Quarantäne:

Entwarnung gibt es hingegen für die zwölf Klinik-Mitarbeiter, die nach dem Kontakt mit dem an Corona erkrankten Patienten seit 06.03.20 vorsorglich in häusliche Quarantäne gegangen sind. Inzwischen liegen für zehn Mitarbeiter die Testergebnisse seitens der Behörden vor. Diese sind erfreulicher Weise negativ, d.h. es hat keine Corona-Infektion gegeben. Allen zehn Mitarbeitern geht es gut. Für die verbleibenden zwei Mitarbeiter werden in Kürze die Testergebnisse erwartet.

5. Infektionsschutz weiter verstärkt

Neben der Behandlung der betroffenen Patienten ist der Infektionsschutz im Krankenhaus von zentraler Bedeutung. Um Patienten, ihre Angehörige, aber auch Besucher und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, tragen alle Mitarbeiter im Krankenhaus – auch in den patientenfernen Bereichen, wie z.B. an der Pforte – bis auf weiteres einen Mundschutz. Damit setzt das Krankenhaus die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, des Gesundheitsamtes sowie neueste, wissenschaftliche Erkenntnisse um.“

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