Fernab der Gewöhnlichkeit

Frisch gegründeter Verein „Freizeitgärten Breitfilz“ will grüne Lunge atmen lassen

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Damit das Breitfilz wieder belebt werden kann, wurde nun ein Verein gegründet, der sich der Kleingartenanlage annimmt.

Penzberg – Paul Hattemer ist aus dem Häuschen. In einer Mail an die hiesigen Pressevertreter verkündet der Penzberger aufgeregt, dass sich nun endlich der Verein „Freizeitgärten Breitfilz“, der für die Zukunft der Kleingartenanlage unabdingbar ist, gegründet hat. Als Beweis dafür schickt der Vereinsvorsitzende auch gleich noch das Protokoll der Gründungsversammlung in seinem Schreiben mit.

Und mit der Gründung war es bei der Versammlung nicht getan, in der ersten Vorstandssitzung ging es „voll zur Sache“, sagt Hattemer. So wurde etwa beschlossen, dass noch bis Ende Juli die Entrümpelung vieler Grundstücksparzellen mittwochs, freitags und samstags „unvermindert anhält“, teilt Hattemer mit. Eine Verlängerung ist dabei durchaus denkbar, ob es eine solche jedoch geben wird, „muss mit der Stadt geklärt werden“, so der Vorsitzende weiter. 

Doch es soll ja nicht nur entrümpelt, sondern auch errichtet werden: Damit die Löschwasserbevorratung und Hauptwege gebaut werden können, „stellt der Stadtrat Mittel zur Verfügung“, freut sich Hattemer. Der Bebauungsplan steht bereits und geht nun in das Anhörverfahren der Träger öffentlicher Belange. Auf das Ergebnis warten Hattemer mit seinen Vorstandskollegen Walter Höck (Vizevorsitzender), Marianne Fesl (Geschäftsführerin, Kassenwartin), Thomas Zenyei, Rudi Fesl und Christof Ludewig (Beisitzer) jetzt mit Hochspannung. Gründungsmitglied Yusuf Türkyilmaz musste aus gesundheitlichen Gründen den jungen Vorstand verlassen. 

Erst in ein paar Monaten dürfte das Ergebnis des Anhörverfahrens eintreffen. Doch: „Ohne Baurecht geht gar nichts“, betont Hattemer. Derweil sind die Vereinssatzung, die Gartenordnung und der Pachtvertrag mit der Stadt im Werden. Die Vereinssatzung soll dabei im Großen und Ganzen das Breitfilz so belassen wie es ist. „Individualität, Großzügigkeit und vor allem seine Funktion als grüne Lunge gilt es zu erhalten“, erklärt Hattemer. Doch es gibt auch einen großen Unterschied zu einstmals, nämlich das demokratische Miteinander in dem Verein. „Das ist absolut neu im Breitfilz“, freut sich der Vorsitzende. 

In den Augen Hattemers ist das Breitfilz keine gewöhnliche Ansammlung von Schrebergärten, das Breitfilz habe mit seiner besonderen Bodenbeschaffenheit und der Nachbarschaft zum Hochmoor noch nie wirklich in das Bild einer klassischen Kleingartenanlage gepasst, findet er. Und das soll auch so bleiben. Aber auch wenn das Breitfilz anders ist als andere Kleingartenanlagen, so betont Hattemer doch, dass die Sicherheitsvorgaben und gesetzliche Bestimmungen in dem außergewöhnlichen Kleinod stets einzuhalten sein werden. 

Und auch wenn die Zukunft des Breitfilzes noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, so können sich Interessenten dennoch schon jetzt um eine Mitgliedschaft im Verein und um eine Parzelle bewerben. „Sogenannte Unterpachtverträge lassen allerdings noch auf sich warten“, bedauert Hattemer. Das Landratsamt muss die Verbotslage aufheben und der Pachtvertrag mit der Stadt muss unterschriftsreif sein. ra

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