Grüne nominieren Engel

Bürgermeisterkandidatur: Stadträtin gewinnt gegen Katharina von Platen

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„Wir brauchen einen Führungswechsel“: Für die Grünen soll den Kerstin Engel (links) herbeiführen, die sich gegen Katharina von Platen durchsetzte.

Penzberg – Ein knappes Ergebnis: Mit 12:10 Stimmen wurde Kerstin Engel von den Penzberger Grünen zur Bürgermeisterkandidatin gekürt. Die Lust an den Herausforderungen des Bürgermeisteramtes versprühte auch die unterlegene Katharina von Platen. „Ich bin eher die Rampensau“, beschrieb sie sich selbst.

Von Platen hatte als Wahlkampfhelferin von Andreas Krahl, der für die Grünen im November 2018 in den Landtag gewählt wurde, Blut geleckt : „Mir macht Wahlkampf Spaß.“ Dagegen trat Kerstin Engel in gewohnt geradliniger Manier auf: „Ich bin Pragmatikerin.“ Seit elf Jahren ist die 50 Jahre alte, promovierte Biologin, die bei Roche für Schulungskonzepte und Trainerentwicklung im Pharmabereich tätig ist, Mitglied im Stadtrat und in Gremien wie dem Rechnungsprüfungs- und Haushaltsausschuss, sowie der Verbandsversammlung des Zweckverbandes der Kläranlage Penzberg und dem Verwaltungsrat der Stadtwerke. Als Referentin für Energie, Umwelt und Verkehr setzt sich Kerstin Engel zudem für die umweltpolitischen Themen in der Stadt ein und amtiert seit sechs Jahren als Vorsitzende der Stadtratsfraktion der Grünen. 

In ihren kommunalpolitischen Schwerpunkten lagen Engel und von Platen nah beieinander. Ein Verkehrskonzept mit einem modernen Radwegenetz soll ebenso her wie ein Stadtentwicklungskonzept mit bezahlbarem Wohnraum und Betreuungsangeboten nicht nur für Kinder, sondern auch im Seniorenbereich. Und natürlich steht der Schutz von Grünflächen, Bäumen und Arten bei beiden ganz oben auf der Agenda. Nach der Vorstellungsrunde standen beide Frauen den Mitglieder des Ortsvereins Rede und Antwort. Hier konnte Kerstin Engel aus ihrer Erfahrung und dem Wissen über die stadtpolitischen Belange schöpfen und vielleicht auch punkten. „Die Stadtratsjahre sind meine politische Schule, da bin ich ganz froh darüber“, sagte Engel und fügte hinzu: „Die Roche-Welt ist relativ eng. Ich will in ein Umfeld wechseln, in dem Freidenker nicht nur erwünscht, sondern notwendig sind. Wir brauchen dringend einen Führungswechsel, damit wieder mehr Offenheit, Vertrauen und mehr Miteinander in die Stadt zurückkehren.“ au

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