Blühende Joghurtbecher

Grundschule in Iffeldorf bereitet Kindern mit Fantasie-Olympiade positive Gedanken

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Diese Werke konnten überzeugen: Eltern, Lehrer und Schüler bildeten die Jury, welche die schwere Aufgabe hatte, aus den eingereichten Arbeiten der Fantasie-Olympiade die besten Werke zu drei verschiedenen Themen auf die Plätze eins bis drei zu verteilen.

Iffeldorf – Von Schwarzmalerei wollten die Kinder nichts wissen, die Werke, welche die Grundschüler aus Iffeldorf, Habach und Antdorf im Rahmen eines schulinternen Kunstwettbewerbs eingereicht haben, strotzen nur so vor Farbe. Und vor Kreativität, das wird dem Betrachter schnell klar, wenn er seinen Blick über die Malereien, Basteleien und Fotocollagen schweifen lässt. Aber die Fantasie-Olympiade, so der Name des Wettbewerbs, wollte mehr sein als ein Wetteifern, welches Kind der kreativste Kopf ist.

Eigens eine Jury wurde für die Olympiade, an der die Schüler freiwillig und in ihrer Freizeit teilnehmen konnten, zusammengestellt: Kinder aus allen vier Jahrgangsstufen, Mitglieder des Elternbeirats, Lehrer, Rektoren. Eine Stunde dauerte es, bis die Gewinner auserkoren waren, ausgiebig wurden an einem sonnigen Nachmittag die eingereichten 27 Werke betrachtet und mit Punkten bedacht. Arbeiten zu verschiedenen vorgegebenen Themenfeldern wurden dafür vor den Osterferien und nach den Pfingstferien abgegeben. „Die wurden bei mir durchs Bürofenster gereicht“, lacht Simone Schramm, Leiterin der Iffeldorfer Grundschule und will damit sagen, dass alles coronakonfrom zuging. 

Sowohl zum Schulmotto „Miteinander lernen – füreinander da sein“ als auch zu den Themen „Frühling“ und „Meine Familie“ konnten sich die Erst- bis Viertklässler künstlerisch verausgaben. „Wir haben es den Kindern überlassen, welches Material sie verwenden“, so Schramm. An die Umsetzung des Schulmottos wagte sich nur ein Kind, die anderen 26 Schüler fertigten Wasserfarbengemälde, Fotocollagen, Installationen aus getrockneten Naturprodukten und Schachteln mit figurativem Inhalt rund um das Frühlingserwachen und die Zeit mit der Familie an. Kein Wunder, während der Corona-Pandemie haben die Kinder schließlich viel Zeit mit ihren Eltern und Geschwistern und in der Natur verbracht. Doch mit dem Wettbewerb wollte man die Kinder nicht nur „mit etwas beschäftigen, das Spaß macht“, so die Rektorin. Die Lehrer und der Elternbeirat, welche die Olympiade organisierten, wollten den Kindern zu positiven Gedanken verhelfen. Und dies ist wohl gelungen, denn von Corona ist keine Spur bei den Werken, sie alle zeigen „schöne Seiten“ des Lebens, meint Schramm, als sie auf die Gewinnerwerke blickt, die sie nach der Kür fein säuberlich auf dem Aulaboden aufgereiht hat. Aus jeder Jahrgangsstufe wurden die besten drei Künstler gewählt und mit Gutscheinen aus einem Spielwarenladen oder einer Buchhandlung bedacht. Für alle gab es Urkunden, für diejenigen, die es nicht unter die jeweiligen Top drei geschafft haben, Naschereien. 

Marion Reiner, Elternbeirätin und Ideengeberin, inspiziert die eingereichten Werke und sieht, dass sich die meisten Kinder mit der blütenreichen Jahreszeit beschäftigt haben. „In der Corona-Zeit haben sie sich wohl auf den Frühling gefreut“, schätzt sie, die vor allem ein Werk begeistert, da hier nicht nur Kreativität, sondern auch ein Recyclinggedanke drin steckt: ein Blumenbeet mit Blüten aus Joghurtbechern. Ein Lieblingswerk konnte der siebenjährige Quirin hingegen nicht ausmachen. Der Erstklässler saß in der Jury und musste dabei feststellen, dass ihm „eigentlich alles“ gefiel. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm aber die Werke, die „mit echten Sachen aus der Natur“ gefertigt wurden. Ähnlich erging es seinem Jury-Kollegen Alexander: Der Viertklässler fand „viele Arbeiten“ gut. Ein Wunder ist es da, dass binnen einer Stunde dennoch die besten Kunstwerke ausgewählt werden konnten, vielleicht, weil die Kinder „intuitiver entscheiden als Erwachsene“, lächelt Schramm. ra

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