Aus dem Sack gepurzelt

Entenrennen auf dem Schwadergraben freut die Kinder und die Feuerwehr

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Die erste Ente ist im Ziel: Dann ist erstmal warten angesagt, denn das zweitplatzierte Kunststofftier trudelte gut eine Minute später ein.

Penzberg – Handtellergroße Enten in Feuerwehrmontur schwammen unter Brücken hindurch und um Hindernisse herum den Schwadergraben hinunter. Doch nicht im Wasser, wo sich die gelben Gummitiere ein Rennen lieferten, sondern am Rand des Baches war die Aufregung groß.   

Das war ja wohl Ehrensache: „Das Entenrennen findet bei jeder Witterung statt“, hieß es bei den Planern der Penzberger Feuerwehr. Enten mögen vielleicht Angst vor Fuchs und Hund haben, vor Wasser aber nicht. Schwimmen können sie, und ihr Gefieder ist mindestens so wasserdicht wie die Einsatzjacken der Penzberger Feuerwehrleute. 

Eine gute Jacke haben die Feuerwehrleute angesichts des Wetters auch gebraucht, als sie am Samstag bei der dritten Auflage des Entenrennens die rund 200 nummerierten Plastiktiere zum Startpunkt am Oberlauf des Schwadergrabens brachten. Genau genommen steckten die Entchen in einem Sack. Aufgabe war nämlich, zugunsten der Chancengleichheit alle Rennenten gleichzeitig ins Wasser und in die Strömung plumpsen zu lassen. Die geniale Idee war ein mächtiger Stoffbeutel, der um Punkt 14:11 Uhr per Reißleine geöffnet wurde und seinen gelben Inhalt unter dem Jubel der jungen Zuschauer in den Bach purzeln ließ. 

Nach dem Massenstart dümpelten die Enten eine gute Dreiviertelstunde in der Strömung unter Brücken hindurch und um Hindernisse herum bis zum Ziel an der Feuerwache, begleitet von einer nebenher laufenden Kinderschar. 

Die Spielregeln sind schnell erklärt: Wer am Start eine Ente kaufte und damit der Feuerwehr etwas Gutes tat, erwarb für fünf Euro zugleich eine Rennlizenz. Zu gewinnen gab es jede Menge Preise, die ersten 60 davon hat der Feuerwehrverein gestiftet. Groß war die Aufregung am Ziel, als die ersten der rund 200 Köpfe zählenden Entenschar um die Ecke bog. Simone Abt, wie eine Wildwas­ser-Anglerin in brusthohen Wathosen gepackt, lauerte im Wasser stehend fangbereit wie ein Tormann beim Elfmeter. Jede einzelne Ente musste in der richtigen Reihenfolge geborgen und gleich registriert werden. Dazu hatten die Feuerwehreute eine Menschenkette gebildet, welche die Enten sicher an die Oberfläche brachte – man spürte: Hier war ein eingespieltes Team am Werk. 

Am Ende fiel bei Michaela Perschke der Jubel am größten aus: Ihre Ente kam als erste ins Ziel, wofür sie mit einem Feuerwehrauto von Playmobil belohnt wurde. pfe

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