Gute Laune wegen guter Preise

Referenten und neu gewählte Vorstandschaft der Waldgenossenschaft Bad Heilbrunn: Förster Peter Wagner, Johannes Specker, Vorstand Sepp Bernwieser, Josef Bergmann, Michael Lettner, Peter Bauer, WBV-Vertreter Korbinian Häsch, Anton Bocksberger, Anton Kierein und Michael Neuner (von links).

Angesichts ständig steigender Holzpreise und wenig Käferbefall war die Stimmung in der Jahreshauptversammlung der Waldgenossen- schaft Bad Heilbrunn sehr positiv. So konnte der alte und neue Vorsitzende Sepp Bernwieser von einem „ruhigen und sehr zufrieden stellenden Jahr“ berichten. Auch bei den Neuwahlen der weiteren Vorstandmitglieder gab es kaum Veränderungen. Lediglich das Amt des Schriftführers wurde mit Johannes Specker neu besetzt. Wiedergewählt wurden Michael Lettner als stellvertretender Vorsitzender, Peter Bauer als Kassier sowie die Beisitzer Anton Bocksberger, Josef Bergmann und Anton Kierein. Auch die beiden Revisoren Josef Spindler und Michael Neuner wurden im Amt bestätigt.

So gingen auch die beiden vom Vorstand vorgeschlagenen Satzungsänderungen ohne große Diskussion durch. Beschlossen wurde, dass künftig die unmittelbaren Nachbarn informiert werden müssen, wenn der Verkauf eines Grundstücks an ein Nichtmitglied der Waldgenossen ansteht. Somit könnte bei Bedarf die Genossenschaft Gebrauch von ihrem Vorkaufsrecht zum festgelegten Preis machen. „Damit haben wir die Möglichkeit darauf einzuwirken, dass der Grund und Boden in heimischer Hand bleiben kann“, erklärte Bernwieser. Da Seilbahnbringung und Prozessoreinsatz beim Holzeinschlag ständig zunehmen, wurde für diesen Fall ein „Wegepfennig“ von einem Euro pro abgefahrenem Kubikmeter Holz festgelegt, sofern hierbei Wege der Genossenschaft genutzt werden. „Der eine Euro arbeitet keinen auf bei einem Holzpreis von rund 105 Euro pro Kubikmeter“, begründete der Vorsitzende die Maßnahme, die der Wiederinstandsetzung der Wege dienen soll, die von den schweren Geräten weitaus mehr in Mitleidenschaft gezogen würden. Darüber hinaus muss der Nutzer zur Behebung „größerer Schäden“, die durch die Maschinen und Lkw verursacht werden, in vollem Umfang aufkommen. Über den Zustand des Waldes insgesamt sowie die derzeit grassierende Eschenkrankheit im speziellen informierte anschließend Revierförster Peter Wagner. Dabei lautete sein Rat: „Nicht in Panik verfallen, abwarten und beobachten, welches Resultat die natürliche Auslese bringt.“ Letztlich sprach Korbinian Häsch von der Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen noch über die derzeitige Entwicklung auf dem heimischen Holzmarkt, die weiterhin sehr gute Verkaufserlöse für die Waldbauern verspricht. Als dann noch Klagen über die unerwartet hohen Verbiss- und Schälschäden aufkamen, machte Jagdvorstand Balthasar Haslinger seinem Ärger Luft: „Offiziell wurde an mich noch nichts herangetragen, obwohl ich doch für diese Fälle erster Ansprechpartner sein sollte.“ Wenn derartiges auftrete, stehe er jederzeit für einen Ortstermin kurzfristig zur Verfügung, sagte, Haslinger, „um gemeinsam nach Möglichkeit für Abhilfe zu sorgen“.

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