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Habach: Gemeinde kauft Firmengelände samt Hallen für einen Bauhof

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Von: Andreas Baar

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Angeschafft für den gemeindlichen Bauhof: Das Objekt im Habacher Gewerbegebiet „Mühltal“ bietet Hallen und ein Wohnhaus. © Andreas Baar

Habach - Die Gemeinde Habach bekommt endlich ein Domizil für ihren Bauhof. Allerdings anders als geplant.

Eigentlich war alles ganz anders gedacht. Die Gemeinde Habach wollte heuer auf einem eigenen Grundstück im Gewerbegebiet „Mühltal“ mit dem Bauhof eines Bauhofs starten. Als Investition standen bis zu rund 2 Millionen Euro im Raum. Der Gemeinderat hatte bereits Ende 2021 den nötigen Bauantrag einstimmig abgesegnet. Mit dem Neubau sollte ein drängendes Raumproblem für die gemeindliche Einrichtung gelöst werden und der Bauhof endlich eine eigene Heimat bekommen. Der Bedarf sei notwendig, hatte Bürgermeister Michael Strobl das Vorhaben begründet. Denn der gemeindliche Bauhof muss seine Ausrüstung im Feuerwehrhaus und im benachbarten Dorfladen lagern. „Weitere Geräte sind in mehrere Stadl verteilt“, hatte der Rathauschef nach dem damaligen Gemeinderatsbeschluss ob der Bedingungen geseufzt. Doch dann wurden die Neubaupläne auf Eis gelegt. Grund: Die Gemeinde konnte sich im Gewerbegebiet eine Alternative sichern.

Firmengelände mit Hallen erworben

Für rund 2,3 Millionen Euro wurde das Areal einer ehemaligen Kommunaldienst-Firma erworben, wie Bürgermeister Michael Strobl der Rundschau berichtet. Samt Hallen und einem Wohngebäude. Im jüngst einstimmig vom Gemeinderat verabschiedeten Doppelhaushalt 2022/2023 stehen für heuer 2,62 Millionen Euro für das Vorhaben bereit, im kommenden Jahr sind es weitere 6000 Euro.
Für den Kauf als Bauhof-Standort hatte sich der Gemeinderat wegen diverser Vorteile für die Gemeinde entschieden. Zum Einen spare man sich so den kostenintensiven Neubau, so Strobl mit Verweis auf die vorhandene Infrastruktur an Hallen und Flächen. „Das ist wesentlich günstiger.“ Zum Zweiten kann die Kommune das auf dem Grundstück befindliche Wohnhaus als Geldeinnahme vielleicht anderweitig vermieten. Der Bürgermeister denkt dabei an Büros. Und noch einen Vorteil gibt, darauf weist der Rathauschef hin: Das nicht genutzte gemeindeeigene Areal wird so wieder frei für einen Verkauf an einen Gewerbebetrieb.

Betrieb ab Dezember angepeilt

Es passte auch gut, dass die Gemeinde für das Grundstück ein Wiederkaufsrecht hatte. Die Habacher haben dies laut Strobl für das komplette Gewerbegebiet „Mühltal“ bei den Veräußerungen derart eingerichtet, um so die Hand auf die Entwicklung der Flächen haben zu können. Einen Zeitplan für den neuen Bauhof gibt es auch schon: Ziel sei es, noch heuer zum 1. Dezember alles nutzen zu können, so Strobl gegenüber der Rundschau. Aber erst Mal will der Bürgermeister im Habacher Gemeinderat das Vorhaben bekanntgeben.

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