Veilchen im Bus

Haltestelle Langau: Fahrgast schlägt Busfahrer mit den Fäusten ins Gesicht

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Die Polizei sucht derzeit den unbekannten Schläger.

Bad Heilbrunn – Der Bus war vollkommen leer, als der Fahrer auf seiner Tour am Bibisee anhielt und einen Mann mit einer Frau und zwei kleinen Kindern einsteigen ließ. Wenig später verabschiedete sich ebendieser Fahrgast wieder, mit Faustschlägen ins Gesicht.

Die Linie 376, Routine für den 53-jährigen Geretsrieder Busfahrer, auch am gestrigen Dienstagnachmittag. Doch auf seiner Tour von Wolfratshausen nach Bad Heilbrunn war nichts gewöhnlich. Gegen 14.40 Uhr hielt der Busfahrer am Bibisee an und ließ einen Mittzwanziger in Begleitung einer Frau mit zwei Kleinkindern sowie einem Zwillingskinderwagen einsteigen. Die einzigen Fahrgäste, deren Gesellschaft der 53-Jährige nun genoss, wobei von genießen nicht die Rede sein kann. 

Die Zugestiegenen blieben mit dem Kinderwagen im Gang stehen, deshalb bat sie der Busfahrer, sich an die Seite zu stellen oder hinzusetzen, damit der Weg für weitere Passagiere frei gehalten wird. Eine Bitte, der das Paar jedoch nicht nachkam. Kurz vor Langau nahm der Mittzwanziger dann doch Platz, und zwar auf dem Sitz direkt hinter dem Buslenker. Als der Fahrer an der Bushaltestelle in Langau schließlich anhielt, stand der Mann plötzlich neben ihm und schlug auf ihn ein. Der Busfahrer stand auf und wollte sich zur Wehr setzen, dabei trafen ihn die Fäuste des Fahrgastes mehrmals ins Gesicht. Der unbekannte Schläger verließ anschließend gemeinsam mit der Frau und den Kindern den Bus und ging in Richtung Hochfeld. 

Der Busfahrer erlitt eine Nasenfraktur und ein „Veilchen“, sagt Andreas Rohrhofer von der Polizeiinspektion Bad Tölz. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Penzberger Krankenhaus gebracht. An der Brille des 53-Jährigen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 50 Euro.

Nun sucht die Polizei nach dem Schläger: Der Mann ist etwa 25 Jahre alt, von schlanker Statur und trägt einen Drei-Tage-Bart, er sprach Deutsch, jedoch mit „ausländischem Akzent“ so Rohrhofer. ra

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