Einsatz mit Hubschrauuber

Heimgarten: Vermisster Wanderer unverletzt gefunden - jetzt drohen Corona-Bußgelder

Ein Hubschrauber fliegt am blauen Himmel.
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Der Vermisste wurde vom Hubschrauber aus gesichtet und geborgen.

Kochel - Eine vermisster Wanderer (59) hat die Rettungskräfte am Heimgarten auf Trab gehalten. Er war beim Abstieg gestürzt und konnte nicht mehr weiter. Der Mann wurde per Hubschrauber gerettet.

Die dreiköpfige Wandergruppe aus Norddeutschland war bereits am Sonntag, 20. Dezember, zu ihrer Tour im Bereich Herzogstand/Heimgarten gestartet. Nachdem das Trio vom Parkplatz der Herzogstandbahn zu Fuß zum Herzogstandhaus aufgestiegen, und dort auf der Terrasse übernachtet hatten, setzten die Drei am Montag gegen Mittag die Tour vom Herzogstand über den Gratweg in Richtung Heimgarten fort.

Wohl aufgrund körperlicher Überforderung und der teilweise winterlichen Wegverhältnisse kam die Gruppe nur langsam voran, teilt Lorenz Kellner von der Polizeiinspektion Bad Tölz mit. Im Laufe des Abstiegs vom Heimgarten am frühen Abend trennte sich die Gruppe. Der 59-Jährige wollte seine Begleiter nicht aufhalten. Der Mann ging den ihm bekannten Abstieg ab der Ohlstädter Alm zum Parkplatz allein weiter. An einer vereisten Wegstelle rutschte der 59-Jährige jedoch aus, und stürzte in der Dunkelheit einige Meter nach unten. Aus eigener Kraft war es ihm nicht mehr möglich, zurück auf den Weg zu klettern. Der Akku des Handys war bereits leer, einen Notruf konnte er selber nicht mehr absetzen. Seine beiden Begleiter warteten die Nacht über vergeblich auf die Rückkehr des 59-Jöhrigen und alarmierten erst am Dienstagmorgen die Rettungskräfte.

Im Rahmen der gemeinsamen Suchaktion von Bergwacht Kochel und Kräften der Polizei, wurde der Vermisste bereits beim ersten Helikopterüberflug gesichtet. Die anschließende Bergung erfolgte unter Einsatz der Rettungswinde. Der Vermisste war geschwächt und leicht unterkühlt, konnte jedoch von der Bergwachts ansonsten unverletzt geborgen werden.. Er musste laut Polizei nicht ins Krankenhaus..

Ein Nachspiel hat die Mehrtagestour für jedoch alle Drei: Weil sie bereits den Abend zuvor auch nicht in ihren Wohnungen waren, müssen sie laut Polizei wegen der Verletzung der nächtlichen Ausgangssperre mit einem Bußgeld von je 500 Euro rechnen. Die Bergwacht weist in diesem Zusammenhang einmal mehr auf die aktuell vereisten Wanderwege hin. Die Retter appellieren daran, dies bei der Tourenauswahl zu berücksichtigen. „Die für die Feiertage angekündigten Schneefälle werden die Situation weiter verschärfen“, warnt die Polizei. Andreas Baar

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