Weiher auf den Wiesen

Hochwasseralarm in Penzberg: Heftige Regenfälle fordern Sperrung der Staatsstraße 2370

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Bedrohlicher Anstieg: Am vergangenen Dienstag wurde die Staatsstraße 2370 zwischen Penzberg und Beuerberg gesperrt, weil starke Schauer die Loisach und das Wasser im Binnengraben stark ansteigen ließ.
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Bedrohlicher Anstieg: Am vergangenen Dienstag wurde die Staatsstraße 2370 zwischen Penzberg und Beuerberg gesperrt, weil starke Schauer die Loisach und das Wasser im Binnengraben stark ansteigen ließ.
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Bedrohlicher Anstieg: Am vergangenen Dienstag wurde die Staatsstraße 2370 zwischen Penzberg und Beuerberg gesperrt, weil starke Schauer die Loisach und das Wasser im Binnengraben stark ansteigen ließ.
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Bedrohlicher Anstieg: Am vergangenen Dienstag wurde die Staatsstraße 2370 zwischen Penzberg und Beuerberg gesperrt, weil starke Schauer die Loisach und das Wasser im Binnengraben stark ansteigen ließ.

Penzberg – Vor wenigen Wochen machte man die Probe aufs Exempel. Da setzten die Männer vom Bauhof bei der jährlichen Hochwasserübung den Dammbalkenverschluss am Schöpfwerk in Maxkron und besprachen in der Theorie, was alles zu tun ist, wenn das Wasser bis zum Halse steht oder auf dem Weg dorthin ist. Vor wenigen Tagen holte man abermals die einzelnen Alu-Elemente des Verschlusses heraus und stapelte diese auf dem nassen Asphalt aufeinander. Doch dieses Mal war es keine Übung.

Wer am vergangenen Dienstag durch Untermaxkron fuhr, dessen Fahrt wurde kurz vor dem Schöpfwerk unterbrochen. Eine Absperrung zog sich über beide Fahrspuren. Eine Absperrung, die aber wenig überrascht haben dürfte, denn einige hundert Meter vor dem Schrankenzaun schob sich das Wasser neben der Straße aus den Binnengraben nach oben und ließ riesige und unübersehbare Weiher auf den Wiesen entstehen. „Mittlerweile ist das Wasser so stark angestiegen, dass die Staatsstraße überflutet ist“, sagte Johannes Jauß vom Ordnungsamt an jenem Tag kurz nach elf Uhr. 

Aus dem Bett geklingelt wurden die Mitarbeiter des Bauhofes bereits einige Stunden zuvor, als es noch dunkel war. „Der erste Alarm ging um 3 Uhr“, berichtete Jauß. Ab 5 Uhr war das Schöpfwerk in Maxkron schließlich besetzt. Doch nicht allein der Bauhof war in das anschließende Geschehen involviert, auch das Wasserwirtschaftsamt, das Landrats­amt Weilheim-Schongau und die Straßenmeisterei Bad Tölz, in deren Zuständigkeitsbereich die betroffene Staatsstraße St 2370 fällt. 

Gegen 10 Uhr wurde der Dammbalkenverschluss gesetzt und die Staatsstraße zwischen Penz­berg und Beuerberg im Bereich der Ortsausfahrt Maxkron bis auf Höhe Quarzbichl komplett gesperrt. Die Umleitung erfolgte ab diesem Zeitpunkt weiträumig über Königsdorf. 

„Die Loisach ist auf 5,99 Meter angestiegen, der Binnengraben auf 2,62 Meter“, so Jauß an jenem Vormittag. Doch das Wasser sollte noch weiter ansteigen. „Der Höchststand wird um Mitternacht erwartet“, schätzte der Mann vom Ordnungsamt. Denn selbst als gegen Abend die letzten Tropfen vom Himmel fielen, wurden die Zuläufe noch gespeist. 

Am Tag danach war die Staatsstraße St 2370 noch eine Zeit lang gesperrt. Und hie und da in und um Penzberg standen noch immer Schrankenzäune, etwa in Nantesbuch, wo sich ebenfalls riesige Weiher auf dem Gras gebildet hatten, deren Wasser gemächlich in den Boden sickerte. Ähnlich gemächlich sah es auch im Binnengraben aus, wo am Nachmittag der Pegel noch immer bei über 2,60 Meter lag. ra

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