Schließung von Hörmann Automotive in Penzberg: Überwältigende Resonanz auf Stellenportal des Rathauses 

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Hunderte Mitarbeiter von HAP verlieren ihren Job. Das Stellenportal der Stadt soll bei der Arbeitssuche helfen.

Penzberg - Eine Nachricht, die das Ende bedeutet: Vor einer Woche wurde die Schließung von Hörmann Automotive in Penzberg (HAP) im Juni 2020 verkündet. Kurz darauf wurde eine Jobbörse eingerichtet. Und die Resonanz, die überwältigt nun die Bürgermeisterin.

Als vor einer Woche die Nachricht von der bevorstehenden Firmenschließung von HAP im Sommer 2020 öffentlich wurde, reagierte Bürgermeisterin Elke Zehetner mit einer Solidaritätsbekundung für die über 600 Mitarbeiter der Firma, die schon bald ihren Arbeitsplatz verlieren werden. „Die Stadt wird alles tun, um sie wieder in Arbeit zu bringen“, sagte die Rathauschefin vergangenen Donnerstag. 

Doch es blieb nicht bei Solidaritätsbekundungen: Das Rathaus richtete ein Stellenportal, eine Jobbörse, ein, in welche sich Firmen eintragen lassen können, wenn sie Stellen zu vergeben haben. „Kaum, dass die Nachricht draußen war, kam bereits der erste Anruf“, erinnert sich Eleonora Hofmann, Mitarbeiterin im Rathaus. Und es blieb nicht bei einem Anruf, die Telefone stehen nicht mehr still, Nachrichten füllen den E-Mail-Posteingang der Bürgermeisterin. Nicht nur Firmen aus Penzberg, sondern auch aus der näheren und weiteren Umgebung offerieren dabei Stellenangebote. Und es ist ein breites Spektrum an Gesuchen, vom Lagerarbeiter über qualifizierten Facharbeiter bis hin zum Buchhalter, das da im Rathaus Tag für Tag eintrudelt. 52 Firmen meldeten bislang zum Teil zehn oder auch mehr Stellenangebote (Stand: 18. April, 10 Uhr). 

„Überall gibt es Bedarf, so dass man meinen möchte, nächste Woche gibt es bei Hörmann keine Mitarbeiter mehr, obwohl bis zur Schließung des Unternehmens in Penzberg noch über ein Jahr ins Land geht“, staunt Hofmann. Und auch Zehetner ist überwältigt: „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass so viele Unternehmen gleich so tatkräftig reagieren. Das macht doch allen Betroffenen richtig Mut.“

Und was das Wirtschaftsministerium anbelangt, dieses hat bereits auf die Anfrage der Bürgermeisterin reagiert: nach Ostern ist zunächst ein Telefonat mit dem Abteilungsleiter geplant, ehe ein Termin mit Staatsminister Hubert Aiwanger vereinbart werden soll. ra

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