Daserweg in Penzberg

Holzbau: Planung für städtische Wohnanlage wird erweitert

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Daserweg in Penzberg: So könnte das Quartier aussehen.
  • Andreas Baar
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Penzberg – Planungen für die neue städtische Wohnanlage am Penzberger Daserweg: Es könnte bei den drei Gebäuden auf eine Holzvariante hinauslaufen.

Als jüngst die Pläne für das städtische Kinderhaus an der Nonnenwaldstraße im Bauausschuss präsentiert wurden, war die Begeisterung groß: Der Holzbau stieß ob des natürlichen Materials auf einhellige Zustimmung (Rundschau berichtete). Kein Wunder, dass es nun wieder allgemeines Kopfnicken im Ausschuss gab, als die erste Vorentwurfsplanung für den kommunalen Wohnungsbau am Daserweg vorgestellt wurde. „Bauen mit Holz“ werde von der Stadtverwaltung favorisiert, machte auch Stadtbaumeister Justus Klement deutlich, dass man sich im Rathaus nicht unbedingt eine konventionelle Weise wünscht.

Das Königsbrunner Architekturbüro „Degle.Degle“ plant mit drei Gebäuden unweit von Kindergarten und Spatzennest. Dreigeschossig und mit Platz für 35 Wohnungen. Auf 2462 Quadratmetern Wohnfläche verteilen sich 17 Zwei-Zimmer-, 15 Drei-Zimmer-, zwei Vier-Zimmer- und eine Fünf-Zimmer-Wohnung. Dazu käme eine Tiefgarage in Stahlbeton. Damit würde am Daserweg das zweite große städtische Quartier nach dem Wohngebiet an der Birkenstraße entstehen.

Massivholzbauweise inklusive Brettsperrholz

Angedacht ist eine Massivholzbauweise inklusive Brettsperrholz. Nachteil: Die Sache würde teurer werden als bei der konventionellen Variante, erklärte der Stadtbaumeister. Im Raum steht eine Steigerung von circa zehn Prozent. Konkrete Kostenschätzungen gibt es noch nicht. Im Ausschuss zeigte man sich dennoch angetan von der hölzernen Variante.

Sebastian Fügener (Grüne) bezeichnete es als „vernünftige Bauweise“. Hardi Lenk (SPD) war schlichtweg „begeistert“ – in Zeiten des Klimawandels sei es „wichtig, dass man so baut“. Armin Jabs (BfP) mahnte an, auf den Schallschutz zu achten: Dies sei in Mehrfamilienhäusern („friedliches Miteinander“) ein Thema. Jack Eberl (FLP) hofft auf eine Bauzeiteinsparung, ist jedoch „gespannt auf den Kostenvergleich“.

Diesen wird es geben: Einstimmig beschloss der Ausschuss, dass die Architekten für ihren Vorentwurf auch eine Kostenschätzung für den Holzbau einarbeiten. Auch die vorgestellten Grundrisse der Wohnungen sollen so weitergeplant werden. Andreas Baar

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