Ein Hunt an jedem Eingang

Entrostet und grundiert: Heinz Mehltretter (links) und Christoph Eberl präsentieren den Hunt beim Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße.

Wer auf den Hauptzufahrtsstraßen nach Penzberg kommt, wird an vier größeren Ortseingängen von einem Relikt aus der Bergwerkszeit empfangen. Neben dem Hunt in Maxkron, in Johannisberg und am FC-Platz weist nun auch ein solcher Förderwagen beim Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße auf die Vergangenheit von Penzberg als Bergwerksstadt hin.

Heinz Mehltretter und Christoph Eberl vom Bergknappenverein präsentierten den Hunt, der noch ein Original-Förderwagen aus dem im Jahr 1966 geschlossenen Penzberger Bergwerk ist. „Er wurde in der Jachenau mit Sandstrahlen entrostet und mit Zinkfarben grundiert“, erklärt Mehltretter. Jetzt befindet sich der Hunt neben dem Kreisel und erinnert an die Zeit, als in Penzberg noch etwa 1.500 Männer unter Tage schufteten. Der Hunt an der Seeshaupter Straße müsse aber noch beschriftet werden, berichtet Mehltretter. Die Umrandung und den Schotter habe die Stadt bereitgestellt, die Schwellen, auf denen der Transportwagen steht, und den Hunt selbst lieferten der Bergknappenverein. Neues gibt es auch vom Hunt am FC-Platz, der wegen der Arbeiten für den Hochwasserschutz umgesiedelt werden musste. Nach Abschluss der Schutzmaßnahmen sei der Hunt jetzt an anderer Stelle positioniert worden. Nichts Neues gibt es dagegen mit Blick auf das Bergwerksmuseum, das derzeit wegen fehlender Fluchtwege geschlossen ist. „Wir haben eine Inventur gemacht“, sagt Mehltretter, der große Hoffnungen auf ein Gespräch mit Stadt und Landratsamt setzt, in deren Rahmen der geplante Fluchtweg durch die Realschule beschlossen werden könnte. Somit geht es im Museum weiter wie seit einigen Monaten: Die offiziellen Öffnungszeiten sind gestrichen, es finden nur private Führungen statt.

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