Nachwuchsmathematiker aus dem Landkreis

Induktion und Quadratischer Rest: Penzberger überzeugt beim Bundeswettbewerb für Mathematik

Person Nachwuchsmathematiker Constantin Pfannschmidt  Bundeswettbewerb Mathematik
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Nachwuchsmathematiker Constantin Pfannschmidt
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    vonMax Müller
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Penzberg – Der Bundeswettbewerb Mathematik feierte vergangenes Jahr seinen 50. Geburtstag. Der Penzberger Constantin Pfannschmidt schaffte es 2020 bis in die vorletzte Runde. Der 17-Jährige besucht derzeit die 12. Klasse des örtlichen Gymnasiums.

Insgesamt nahmen 1178 Jugendliche aus ganz Deutschland am letztjährigen Bundeswettbewerb für Mathematik teil – 264 der Schüler waren aus Bayern. Die erste und zweite Runde der Entscheidung sind die sogenannten Hausaufgabenrunden. Hierbei werden, laut den Veranstaltern, jeweils vier Aufgaben aus Bereichen der Geometrie, Kombinatorik, Zahlentheorie und Algebra gestellt. „Die Aufgaben konnte man zum Teil mit Induktion und dem Quadratischen Rest lösen“, berichtet Pfannschmidt. Wer sich für die Aufgaben der ersten Runde 2021 interessiert kann das Aufgabenblatt unter dem folgenden Link einsehen: https://www.mathe-wettbewerbe.de/bwm. Die dritte Runde des Wettbewerbs gestaltet sich als Kolloquium. Bei diesem einstündigem Fachgespräch mit einem Universitätsmathematiker ist es sogar möglich ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes zu gewinnen.

Mathegenie aus Penzberg

Constantin Pfannschmidt verpasste das Kolloquium leider im Jahr 2020. Der Penzberger schaffte es jedoch bis in die vorletzte Runde und erreichte damit die Preiskategorie drei. Er gehörte somit zu den besten 42 Nachwuchsmathematikern aus Bayern und wurde im Rahmen einer digitalen Preisverleihung ausgezeichnet. „Ich habe für meine Leistung in den ersten zwei Runden ein Handtuch, eine Urkunde und einen Geldpreis in Höhe von 75 Euro bekommen“, berichtet der 17-Jährige. Pfannschmidt konnte durch die Teilnahme auch seine W-Seminararbeit in der Oberstufe ersetzen. „Ein fairer Deal“, wie der Schüler findet. „Der Arbeitsaufwand für die Hausaufgabenrunden lässt sich zwar schwer pauschalisieren, jedoch kann man mit einem Zeitaufwand von 80 Stunden pro Runde rechnen“, berichtet der Nachwuchsmathematiker. Pfannschmidt nahm bereits in der Vergangenheit an Mathematik-Wettbewerben teil: Seit der achten Klasse erreichte er fast jedes Jahr ein Bronze-Abzeichen in der Landesrunde der Mathematik-Olympiade. Die Teilnahme am Bundeswettbewerb war für den Penzberger Gymnasiasten ein logischer Schritt: „Man braucht eine andere Denk- und Herangehensweise als in der Schule. Die Aufgaben erfordern Kreativität, Eigenarbeit und logisches Denken. Mathematik in der Schule kann man durch Reproduktion erlernen. Der Wettbewerb ist schwieriger.“

Zukunftspläne

Pfannschmidt kann sich ebenfalls vorstellen seinen weiteren Werdegang in eine mathematische Richtung zu lenken. „Ich würde sehr gern Mathematik studieren. Die Technische Universität München und auch die Ludwig-Maximilian-Universität haben einen guten Ruf in der Hinsicht“, erzählt der Schüler. Alternativ könne er sich auch ein Studium in Bonn, dem „Epizentrum der Mathematik“, vorstellen. Seine Lösungen der ersten Runde des Mathematikwettbewerbs 2021 hat der Penzberger bereits eingereicht. Max Müller

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