Bebauungsplan Innenstadt

München besser als Penzberg

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Penzberg - Der Bebauungsplan für die Innenstadt birgt viel Konfliktpotenzial. Der Bereich an der Bichler Straße wird bei einer Ortsbesichtigung genau unter die Lupe genommen.

Auch wenn er etwas hölzern klingt: Der Bebauungsplan „Innenstadt I, Teil A“ hat Zündstoff in sich. Deshalb kam es im Stadtrat auch nicht - wie geplant - zu einem Billigungsbeschluss. Zu viele offene Fragen standen im Raum, wie auch ein Antrag der Bürger für Penzberg zeigte. Die BfP wollten das Bebauungsplanverfahren am liebsten komplett einstellen. Das aber hätte die geplanten Bauprojekte in dem Gebiet zwischen Bockerl, Spielplatz und Sigmundstraße auf Eis gelegt.

Manfred Reitmeier beantragte für die BfP die Einstellung des Bebauungsplanverfahrens, „aus Gründen der Rechtssicherheit“. So führte er an, dass die artenschutzrechtlichen Belange auf Empfehlung der Verwaltung nur im Rahmen der Einzelbauvorhaben beachtet würden. Auch würden Immissionsgrenzwerte an der Bichler Straße derart überschritten, dass unbebaute Grundstücke nur einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden könnten. Weiter sei eine Planung zum Hochwasserschutz „offensichtlich nicht berücksichtigt worden“. Vor allem aber monierte der BfP-Mann, dass 13 Stellplätze deshalb entfallen würden, weil der Vorplatz zum Eingang des Spielplatzes an der Gustavstraße mit einem Neubau überplant sei. Das verblüffte dann auch die CSU. „Wir sind überrascht, dass die Stadt hier offenbar ihr Grundstück verwerten will“, so Fraktionschef Richard Kreuzer. Kerstin Engel (Grüne) sprach sich dafür aus, diesen Bereich offen zu belassen. Sie ärgerte sich, dass selbst München mit seinen charakteristischen Innenhöfen mehr Grün habe als Penzberg in dem Bebauungsplanentwurf. Sie befürwortete die Beibehaltung eines Weges auf der südwestlichen Seite des Säubachs. Doch birgt eben dieser Weg Konfliktpotenzial. Ludwig Schmuck (CSU) zufolge brauche es den Weg nicht, „die Anwohner der Bichler Straße haben ja schon den Verkehrslärm zu ertragen, die wollen wenigstens auf der Rückseite ihre Ruhe“. Am Ende schlug Stadtbaumeister Justus Klement vor, die Bedenken im September bei einer Ortsbesichtigung zu besprechen - was im Gremium Zuspruch fand und die BfP dazu bewog, ihren Antrag zurückzunehmen.

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