Erst rund, dann eckig

Wunschbaum erfüllt wieder Geschenkträume

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Zeigten Bürgermeisterin Elke Zehetner (hinten links), wie viele Geschenke sie in den Tagen vor Weihnachten verpackt haben: Roswitha Hauser, Katrin Fügener, Karin Brinkmeyer und Dagmar Peiker vom IWC (von links).

Penzberg – Zahlreiche Glaskugeln hingen gelassen an den Zweigen. Doch nach und nach verabschiedeten sich die Schmuckstücke von dem Weihnachtsbaum in der Bankfiliale. Anstelle des Runden in den Nadeln zeigte sich schließlich Eckiges unter den Nadeln.

Bei dem Weihnachtswunschbaum in der VR Bank an der Bahnhofstraße läuft alles ein wenig anders. Er bekommt Anfang Dezember seinen Schmuck, doch Tag für Tag verliert er ein paar Glaskugeln, sodass er sich kurz vor Weihnachten mit Anhängern aus Bastelpapier begnügen muss. Doch mit jeder Kugel, die verschwindet, gibt es ein Lächeln mehr. 

Im Grunde genommen ist es wie in dem Fernsehklassiker „Dinner for one“, nämlich „the same procedure as every year“: Die Damen des Inner Wheel Clubs (IWC) Pfaffenwinkel stellen Anfang Dezember einen Weihnachtsbaum im Foyer der Bank auf, schmücken diesen und warten dann darauf, dass der Schmuck nach und nach wieder verschwindet. Schließlich ist es ein Wunschbaum, an dem Kinder und Senioren aus ärmeren Verhältnissen die schimmernden Glaskugeln füllen dürfen, mit einem kleinen Zettel. Darauf: Name, Alter und Wunsch. Wer nun in den vergangenen Tagen in die Bank spazierte, der konnte eine oder auch mehrere der vielen Kugeln pflücken und den Weihnachtswunsch in Erfüllung gehen lassen. Eckige Päckchen statt runde Kugeln. 

Das Einpacken der Präsente übernahmen die IWC-Damen, welche die 120 Geschenke sammelten und dabei wieder einmal von der Spendenfreudigkeit überrascht wurden. „Es war kaum jemand dabei, der nur den Wunsch erfüllt hat“, lächelt Katrin Fügener. Hier bewacht ein plüschiger Stoffhund ein goldenes Päckchen, dort gesellen sich Süßigkeiten zum Strickpullover, eben ein bisschen Drumherum, das für ein noch größeres Strahlen in den Gesichtern der Beschenkten an Heiligabend sorgen dürfte. 

„Eigentlich sollten die Geschenke nicht mehr als 25 Euro kosten“, erklärt Roswitha Hauser. Doch viele ließen sich nicht lumpen und kauften nagelneues Spielzeug oder ladenfrische Schulränzen für angehende Pennäler. „Die Leute waren wahnsinnig großzügig“, schwärmt Fügener , während sich neben ihr ein Stapel voller Präsente auftürmt. ra

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