Hilfe für Kinder in Not

Inner Wheel Club Pfaffenwinkel unterstützt Salesianer-Projekte in Afrika mit 1.500 Euro

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Klosterdirektor Pater Lothar Bily freut sich über den symbolischen Spendenscheck, den Dagmar Peiker, Britta Hecht, Ute Wöhlbier, Karin Brinkmeyer und Elfriede Eberle (von links) vom Inner Wheel Club Pfaffenwinkel für Projekte in Sierra Leone und dem Südsudan überreichen.

Benediktbeuern – Der Inner Wheel Club, die weltweit größte eigenständige Frauenorganisation, stellt den Dienst am Nächsten in den Vordergrund. Auch die Frauen des Inner Wheel Clubs (IWC) Pfaffenwinkel unterstützen soziale Projekte für Kinder und Jugendliche – jüngst in Sierra Leone und im Südsudan.

Lothar Wagner kennen die Damen des Inner Wheel Clubs von seinen Vorträgen, zu denen er alle zwei bis drei Jahre in seine Heimat zurückkehrt. Sie wissen, dass ihr Geld in gute Hände kommt und sinnvoll verwendet wird. Acht Jahre lang hat der Ordensmann eine Kinder- und Jugendeinrichtung im westafrikanischen Sierra Leone geleitet, sich dort um Straßenkinder, sexuell ausgebeutete Mädchen und Jugendliche im Gefängnis gekümmert. Diese Aufgabe hat inzwischen Pater Jorge Crisafulli aus Argentinien übernommen, denn Wagner hat im Juni 2018 im Südsudan eine neue Mission begonnen. 

In Wau, der zweitgrößten Stadt des Südsudans, kümmert er sich um junge Flüchtlinge, Straßenkinder und Mädchen, die sich prostituieren. Viele der Kinder sind traumatisiert. Ehemalige Kindersoldaten, die aus mehrjähriger Gefangenschaft fliehen konnten oder entlassen wurden, befinden sich ebenso darunter wie Kinder, die durch die Ebola-Welle oder den großen Erdrutsch zu Waisen wurden. Gemeinsam mit Don-Bosco-Mitarbeitern versucht der Salesianer, das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen zu gewinnen und ihnen Alternativen zum Leben auf der Straße zu bieten, sei es durch eine Ausbildung oder die Rückführung in ihre Familien. 

„Wir freuen uns, ein wenig dort zu helfen, wo bittere Armut, Willkür und Not herrschen“, sagte die IWC-Vorsitzende Ute Wöhlbier, als sie zusammen mit einigen Mitstreiterinnen den Scheck an Klosterdirektor Pater Lothar Bily überreichte. 1.500 Euro seien zwar „nicht fürchterlich viel“, räumte sie ein, aber Lothar Wagner habe ihr versichert, dass es vor Ort „ein Haufen Geld“ sei. Zwei Einrichtungen der Salesianer werden mit der Spende unterstützt: 500 Euro gehen nach Sierra Leone, die restlichen 1.000 Euro sind für den Südsudan bestimmt. 

„Während in Sierra Leone eher die sozialen Gegensätze zwischen der regierenden Oberschicht und der Unterschicht zu Umstürzen und Bürgerkriegen führen, leiden die Menschen im Südsudan nach wie vor unter politisch motivierten Stammeskriegen, in denen die beiden stärksten Volksgruppen um die Vorherrschaft ringen“, erklärte Pater Bily. Der Klosterdirektor richtete den Damen auch „herzliche Grüße“ von Lothar Wagner aus. Dieser hatte per Mail seine Freude über die Spende ausgedrückt und versichert, dass das Geld garantiert im vorgesehenen Sinn verwendet werde. Im Südsudan sind die Salesianer nicht nur in Wau, sondern an mehreren Orten tätig, wo sie auch in großen Flüchtlingslagern die Betreuung und Fürsorge der Geflüchteten übernehmen, schilderte Bily. In der Arbeit von Bruder Wagner gehe es darum, traumatisierten Kindern und Jugendlichen eine psychotherapeutische Behandlung zu vermitteln und ihnen durch Ausbildung eine Zukunft zu ermöglichen, in der sie Berufen nachgehen, statt in niedrigen Arbeiten wie denen des Tellerwäschers oder Erntehelfers stecken zu bleiben. 

Das ganze Jahr über sammelt der Inner Wheel Club Pfaffenwinkel bei diversen Veranstaltungen wie dem Benefizkino Spendengelder und verkauft am Weihnachtsmarkt in Penzberg selbst hergestellte Marmeladen, Eierliköre, Torten und Plätzchen. Auch zweckgebundene Einzelspenden leitet der Club gerne weiter. Dass ihre Spende in den richtigen Händen ist, davon sind die Damen überzeugt. „Jedes Kind, das wieder in ein glückliches Leben geführt werden kann, ist ein Erfolg“, sagte Britta Hecht. cw

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