1. dasgelbeblatt-de
  2. Lokales
  3. Penzberg

Innovationsquartier in Penzberg: FDP startet Online-Umfrage

Erstellt:

Von: Andreas Baar

Kommentare

penzberg-alte bücherei-innovationsquartier-fdp
Leerstand in 1A-Lage: Die Zukunft der alten Bücherei am Penzberger Rathausplatz ist weiterhin unklar. © Andreas Baar

Penzberg – Die Penzberger FDP macht weiter Dampf in Sachen Innovationsquartier. Dazu wurde eine Online-Umfrage gestartet. Diese läuft bis Ende Februar.

Zum Jahresanfang hatte der FDP-Ortsverband Penzberg-Iffeldorf einen Plan für die seit acht Jahren ungenutzte alte Bücherei in Penzberg auf den Tisch gelegt: Die Immobilie könne doch als Innovationsquartier genutzt werden, schlugen die Führungsriege um Ortsvorsitzenden Yannick Böge und seinen Stellvertreter Clemens Deyerling vor (Rundschau berichtete). Eine solche Nutzung für Co-Working und Gründer, aber auch für Künstler und Kreative, „ist naheliegend“, meinte Böge damals ob der zentralen Lage des Objekts am Rathausplatz und warb mit der nachhaltigen Nutzung eines Leerstand.

In der Stadtpolitik war der FDP-Vorschlag durchaus auf fruchtbaren Boden gefallen. Aus den Reihen von BfP und CSU wurde nach ersten Gesprächen Unterstützung signalisiert. Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) hatte gegenüber der Rundschau das Projekt als „eine gute Idee, die man unterstützen kann“ bezeichnet. Die FDP, nicht im Stadtrat vertreten, benötigt politische Rückendeckung: Laut Böge breitet man aktuell einen entsprechenden Antrag für den Stadtrat vor. Wenn möglich, soll dieser im März eingereicht werden, so der Zeitplan.

Idee schlägt Wellen

Die Idee eines Innovationsquartiers schlägt derweil durchaus Wellen in der Region. Man habe inzwischen „Feedback von Interessenten aus Penzberg, Iffeldorf, Bichl bekommen“, teilt Ortschef Böge mit. Die FDP wurde erneut aktiv: Sie startete eine eigene Online-Umfrage zu dem Thema. Zuvor wurden Erfahrungen eingeholt.

Böge berichtet von einem „sehr ausführlichen und sehr positiven Gespräch“ mit der Penzberger Wirtschaftsförderin Monique van Eijk unter anderem über die Umfrage zum örtlichen „Unverpackt Laden“ als auch mit Stadtbücherei-Leiterin Katrin Fügener zur Bürgerbefragung im Rahmen des Projekts „wohnZimmer Rathauspassage“. Für das Online-Format hatte sich der Ortsverband auch entschieden, weil Präsenzveranstaltungen und Infoabende in Corona-Zeiten nach wie vor schwierig sind, so Böge.

Vorschläge sammeln

Der Vorsitzende erhofft sich von der Umfrage einiges: Man wolle mit den Bürgern in Kontakt treten, um „Ideen und Vorschläge zu sammeln und das genaue Interesse und den exakten Bedarf an die Infrastruktur auszuwerten“. Gefragt wird von den Vorteilen eines Innovationsquartiers bis hin zu den Anforderungen an einen offenen Werkstattbereich. Auch weitere Standortvorschläge erbittet die FDP – Ortsvorsitzender Böge hatte bereits die ehemalige Molkerei an der Christianstraße als Plan B ins Spiel gebracht.

Mitmachen:

Die FDP-Umfrage wird vorerst bis Montag, 28. Februar, freigeschaltet. Mitmachen können Interessierte unter folgendem Link oder über die Homepage der Penzberger FDP.

Gebäudezukunft unklar

Dennoch ist unklar, ob die alte Bücherei überhaupt derart genutzt werden kann. Wie berichtet, hat die Stadt drei Varianten für den künftigen baulichen Umgang mit dem Objekt geprüft: Die Liste reichte von einer kurzfristigen Instandsetzung des Gebäudes von Fenstern bis Brandschutz über eine Aufstockung samt Sanierung bis hin zu einem radikalen Abriss und Neubau an gleicher Stelle. Laut Rathauschef Korpan liegen die jeweils geschätzten Kosten pro Variante bei circa 900.000 Euro sowie 1,8 Millionen Euro und etwa 2,7 Millionen Euro.

Bevor eine Variante in Betracht kommt, müsse jedoch erst die Nutzung feststehen, so Korpan. Derzeit sollen sich die Stadtratsfraktionen darüber Gedanken machen. Die Verwaltung prüft gemäß Bürgermeister auch eine Variante – noch ist aber nichts spruchreif.

Auch interessant

Kommentare