Eine politische Vertretung

Siedlerverein blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück

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Voll besetzte Stadthalle: Achim Zitzmann (hinten links), Energieberater der Verbraucherzentrale, referierte vor den Mitgliedern des drittgrößten Penzberger Vereins über die Optimierung von Heizungsanlagen.

Penzberg – Vor gut 80 Jahren gegründet, um eine gegenseitige Unterstützung in der Gemeinschaft zu gewährleisten: die Eigenheimer- und Siedlervereinigung. Doch die gegenseitige Unterstützung, die hat sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Die Jahreshauptversammlung des Vereins.

„Unser Land hat viele Baustellen zu bewältigen, auch unsere Stadt“: Maja Wagner, die Vorsitzende der Eigenheimer- und Siedlervereinigung, meinte damit bei der Jahreshauptversammlung in der Stadthalle nicht die große, an Baustellen nicht arme Politik, sondern die zahlreichen geplanten Bauvorhaben und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum, „die mehr oder weniger gut vorankommen“, wie Wagner feststellte. 

Wo in früheren Zeiten die Hauptaufgabe der Siedlervereine darin bestand, sich gegenseitig zu unterstützen sowie Gerätschaften für die Mitglieder anzuschaffen und zur Verfügung zu stellen, so ist es heute vor allem die politische Vertretung und rechtliche Beratung auf Kommunal- und Landesebene. „Wir suchen das Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt, diskutieren offene Fragen und versuchen zu unterstützen und zu klären“, führte Wagner aus. Dabei ging es etwa bei einem Treffen vor wenigen Wochen um Fragen, wie die stärkere Inanspruchnahme des Erbbaurechts beim Wohnungsbau oder die Unterstützung von Jung­unternehmern im Handwerk durch die Schaffung geeigneter Grundstücke und Räumlichkeiten. „Der Mittelstand ist der, auf den wir in Zukunft mehr bauen müssen“, forderte Wagner. Der Dachverband der Siedler, so erinnerte sie, habe maßgeblichen Anteil an der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung gehabt und setze sich momentan für eine nachvollziehbare und transparente Grundsteuer ein. 

Bei dem mit 1.065 Mitgliedern drittgrößten Penzberger Verein war im vergangenen Jahr ganz schön viel los, wie Wagner in ihrem Rechenschaftsbericht konstatierte. Neben den Feierlichkeiten zum 80-jährigen Jubiläum des Vereins standen wieder Tages- und Mehrtagesfahrten auf dem Programm, ebenso Fahnenab­ordnungen zu etlichen Festumzügen. In diesem Jahr geht es übrigens am 25. Mai nach Rattenberg in Tirol, und die Mehrtagesfahrt führt von 3. bis 6. Oktober ins slowenische Bled. Und zum 100-jährigen Stadtjubiläum sind die Siedler beim Festumzug natürlich auch mit einer Fahnenabordnung vertreten.

Wie in den meisten Vereinen ist das Thema Mitgliedergewinnung auch hier präsent. „Wir brauchen vor allem junge Leute. Wir müssen in persönlichen Gesprächen vermitteln, was wir tun, denn die Ortsverbände sind wichtig, sie sind es, die sich für ihre Mitglieder und Bürger stark machen“, plädierte Maja Wagner. Der Kassenbericht fiel zufriedenstellend aus und hielt sich im Ein- und Ausgabenbereich die Waage. Trotz der Mehrausgaben für die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr blieb sogar ein kleines Plus von knapp 20 Euro. au

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