Da ist der Wurm drin

Penzberger Schüler füttern Humus-Lieferanten durch

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Kaffeesatz, Blätter und Apfelschalen für die Kiste: Die Schüler kümmern sich gut um die Wirbellosen, schließlich wollen sie viel Humus ernten.

Penzberg – Schalen jeglicher Art, vom Ei, von der Kartoffel und vom Apfel, werfen die Dritt- und Viertklässler nicht in den Biomüll, sondern in eine Holzkiste im Garten der Schule. Darin: ein Haufen Erde. Geht die Klappe zu, setzt sich das Braun in Bewegung und Würmer kämpfen sich zu dem Mahl vor.

In der Janusz-Korczak-Schule hält man nun kleine Wirbellose im Garten. Die Mädchen und Buben der 3. und 4. Klasse, unter Leitung von Martina Tille-Schulz haben gesägt, gebohrt und geschliffen, als es darum ging, gemeinsam mit Hausmeister Bernd Götzl eine Wurmkiste zu bauen. Sobald das hölzerne Zuhause für das gliederlose Getier stand, füllten die Kinder dieses mit Zeitungen, Erde und Matsch, in dem die Würmer Kontraktion und Streckung übten. Und damit diese auch das vorgesetzt bekommen, was sie mögen und vertragen, haben sich die Schüler ausgiebig mit den Nahrungsvorlieben der Wirbellosen auseinandergesetzt. Daher wissen sie nun, dass weder Saures wie Zitronen, noch Süßes wie Gebäck in der Kiste landen sollte. Genauso wenig Fettiges, sei es Wurst oder Butter. 

Für das Futter, das den Würmern serviert werden soll, sammeln die Schüler einfach die Reste, die beim Pausenverkauf und im Rahmen des Schulobstprogramms übrig bleiben. Und warum das Ganze? Die Schüler wollen, dass die Würmer ordentlich Humus produzieren. Und der soll wiederum im Schulgarten landen. Deshalb werden die Würmer auch im Sommer, bei großer Hitze, bestens umsorgt, denn dann rücken die Schüler aus und befeuchten die Erde mit Wasser. 

Die gut umsorgte Kiste steht nun im Garten an der Wand einer Hütte, ein Sichtfenster ermöglicht einen Blick auf die Würmer. Unzählige Schilder mit der Aufschrift „Bitte nicht öffnen, Wurmkiste“ umgeben die Truhe. 

Dies ist aber nicht das einzige Projekt, das an der Schule seinen Platz gefunden hat. Ein Vogelhäuschen, über und über mit Körnern gefüllt, und ein Insektenhotel stehen dort schon lange. ra

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