Pferd rutscht über eine Böschung ins Wasser und wird von der Feuerwehr nach zwei Stunden gerettet

Aus dem Säubach befreit

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Mit Geduld, Geschick und vor allem viel Muskelkraft konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr das Pferd aus dem Säubach ziehen. Mit einem Radlader wurde das Tier wieder auf die Beine gehoben.

Penzberg – Weiße Flocken rieseln auf das dunkelbraune Fell des Pferdes. Nach und nach saugen sich die Haare mit Wasser voll, mit Wasser, das einst Schnee war, und mit Wasser aus dem Säubach, in welchen das Tier gerutscht ist und nun zu erfrieren droht. Ein Einsatz für die Penzberger Feuerwehr.

Auf ein turbulentes Wochenende blickt die Penzber­ger Feuerwehr zurück. Neben den beinahe erwarteten winterbedingten Einsätzen war es vor allem die Rettung eines Pferdes aus dem Säubach, welche die Einsatzkräfte forderte. 

Wie lange das Tier in der Nähe des Frauenrainer Weges bereits im Säubach lag, ist unklar. Gegen 6.40 Uhr wurde jedenfalls die Feuerwehr alarmiert. Da waren die Einsatzkräfte gerade wieder im Bett, weil sie bereits um kurz nach 4 Uhr einen bei Schönmühl auf die Staatsstraße nach Bichl gestürzten Baum entfernt hatten. Gegen den Einsatz mit dem Pferd aber war dies reine Routine. Das Tier war offensichtlich an einer Böschung, die unmittelbar an einen Stall angrenzt, ins eiskalte Wasser gerutscht. Eine Frau fand schließlich das bereits unterkühlte Pferd und setzte den Notruf ab. Mit vier Fahrzeugen rückte die Feuerwehr an. 

Über zwei Stunden kämpften die Einsatzkräfte um das Leben des Tieres, doch die Geduld und das Geschick der Helfer sollten sich auszahlen. Mit Schläuchen und Schlaufen, die in akribischer Feinarbeit unter das hilflose Tier geschoben wurden, konnte das Pferd Stück für Stück aus seiner misslichen Lage befreit werden. Sichtlich geschwächt wurde das Tier von den Feuerwehrleuten mit der Hand über einen Ufervorsprung aus dem Wasser in eine Wiese gezogen, wo umgehend die Versorgung durch einen Tierarzt begann. Der legte eine Infusion mit Schmerzmittel, während die Feuerwehrleute das Tier mit Stroh einrieben und dadurch den Kreislauf anregten. So gelang es tatsächlich, das Tier nach einer Ruhepause zum Aufrichten zu bewegen. 

Doch erst mithilfe eines Frontladers des Bauhofes konnte das Pferd in den frühen Morgenstunden aufgerichtet und nach einer kurzen Verschnaufpause zurück in den Stall geführt werden. Für die Feuerwehr bedeutete dies aber noch nicht das Dienstende: Mehrere umgeknickte Bäume hielten die Feuerwehr an diesem Ausnahmewintertag noch auf Trab. arr

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