Rasche Lösung nicht in Sicht

Lachmuth, Stadt, Anwohner: Brisantes Dreiecksverhältnis mit Sprengkraft

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Symbol für Maxkron: der Wasserturm des alten Pumpwerks, dessen Gelände im Fokus eines heftigen Streits steht.

Penzberg – Eigentlich sollte Alexander Lachmuth am Dienstag bei dem Anwohnergespräch in Maxkron wegen seiner Nutzung des Geländes am alten Pumpwerk dabei sein. Und eigentlich hätte es dazu mit ihm eine Terminabsprache geben sollen. Doch dann legte man im Rathaus ausgerechnet den Dienstag fest.

Der Dienstag, ein Tag, an dem Lachmuth unabkömmlich in München festhing. Man könnte dies exemplarisch nennen für ein riesengroßes Missverständnis, das zwischen Lachmuth und der Stadt vorherrscht, seit der Garten- und Landschaftsbauer in Maxkron eingezogen ist. 

Unstrittig ist, dass Lachmuth für seinen Betrieb dringend ein Gelände sucht. „Wir haben aber derzeit keines, das wir anbieten könnten“, sagte Kämmerer Johann Blank beim Anwohnergespräch. Lachmuth wiederum kann nicht verstehen, weshalb ihm die Stadt den Pachtvertrag für die Layritz-Halle gekündigt hat. „Wenn ich noch dort wäre, bräuchte ich Maxkron nicht“, sagt er und verweist darauf, dass die Pläne für den Umbau der Halle in ein Blaulichtzentrum für die Rettungsorganisationen ja noch überhaupt nicht konkret seien. „Mein Herz hängt nicht an der Fläche in Maxkron, ich bin offen für alle Angebote, die einigermaßen bezahlbar sind“, sagt Lachmuth. An dieser Stelle setzt sich das große Missverständnis fort: Lachmuth liebäugelt derzeit mit dem Areal eines Unternehmens an der Nonnenwaldstraße, im Gegenzug könnte die Stadt das Gelände mit dem Pumpwerk erwerben. Die Probleme mit den Anwohnern in Maxkron wären dann mit einem Schlag gelöst. „Das aber hat die Bürgermeisterin abgelehnt“, berichtet Lachmuth nach einem Telefonat vom Mittwoch. Elke Zehetner würde Lachmuth am liebsten im Industriegebiet Nonnenwald ansiedeln, „in zweiter Reihe, hinter dem Dobler-Grundstück“, wie sie sagt. Doch dafür braucht man erstmal die Zustimmung der Bayerischen Staatsforsten. „Wir sind auch hier im Gespräch“, so Zehetner, eine schnelle Lösung sei aber nicht zu erwarten. 

Und so setzt sich das große Missverständnis auch zwischen Lachmuth und den Maxkronern fort. „Ich würde mit denen gerne mal ein vernünftiges Gespräch führen. Aber ein Gespräch, ohne sofort angegiftet zu werden.“ Ob das klappt, darf bezweifelt werden. Denn die Maxkroner beobachten Lachmuth nicht nur am Boden argwöhnisch, sondern auch aus der Luft, mit Drohnen. Weil das für Privatleute aber verboten ist, „habe ich schon zweimal die Polizei verständigt“, sagt Lachmuth. 

Das Misstrauen ist mittlerweile so groß, dass die Anwohner prüfen lassen wollen, ob die große Wahlkampfbank der FLP, für die Lachmuth in den Stadtrat will, nicht unrechtmäßig in Maxkron steht. Dabei will man bei der FLP doch nur, dass die Maxkroner in den neben der Bank montierten Briefkasten ihre Ideen für die Nutzung des Pumpwerks einwerfen. la

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