Ketterer tritt nicht mehr an

Um die Vorbereitung der Neuwahlen, die Ende März bei der Jahreshauptversammlung anstehen, ging es bei der Vorstandssitzung des Penzberger Gewerbevereins am vergangenen Donnerstag. Der Hintergrund: Harald Ketterer, der Vereinsvorsitzende, wird sich dabei nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellen. Zur Vorstandssitzung war auch die Spitze der Genossenschaft Stadtmarketing Penzberg eingeladen. Eine Auflösung des Gewerbevereins, wie in diesem Zusammenhang gemutmaßt worden war, stand dabei nach Ketterers Aussagen nicht zur Debatte.

Der Gewerbeverein werde auch in Zukunft bestehen, sagte Ketterer zu Gerüchten, dass der Zusammenschluss der Geschäftsleute nach der Gründung der Genossenschaft überflüssig sei, weil beide Institutionen das gleiche Ziel verfolgten. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, meinte Ketterer in Anspielung auf die im November 2010 gegründete Stadtmarketing-Genossenschaft. Der Gewerbeverein sei die Interessenvertretung der Gewerbetreibenden und sämtlicher Betriebe, auch von so großen Unternehmen wie Rewe und Edeka. „Wir kümmern uns um die wirtschaftlichen Angelegenheiten“, so Ketterer. Zu den Aufgaben der Genossenschaft aber zähle künftig neben dem Flächenmanagement auch die Organisation von Veranstaltungen. Georg Lechermann, der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft, tritt ebenfalls allen Mut- maßungen entgegen, wonach die Genossenschaft den Gewerbeverein für verzichtbar halte: „Wir sind froh, dass es den Gewerbeverein gibt.“ Zahlreiche „gestandene Geschäftsleute“ seien dort schon seit vielen Jahren Mitglied. Die Genossenschaft solle „keine Konkurrenzveranstaltung zum Gewerbeverein“ sein, ergänzte Lechermann. „Wir wollen alle an einem Strang ziehen”, beteuert er. Der Gewerbeverein sei ein Teil des Stadtmarketings, es solle nicht der Eindruck entstehen, die Genossenschaft Stadtmarketing wolle „eine Kluft in Penz- berg“ auftun, so Lechermann. Die Genossenschaft habe sich gegründet, um Penzberg ein Profil zu geben. Mittlerweile sei in der Stadt aber eine Dimension erreicht, in der die vielen Veranstaltungen professionell gestaltet werden müssten, so der Vorstandsvorsitzende weiter. „Das kann man nicht ehrenamtlich, das kann man nicht so nebenher machen“, erklärt Lechermann. Aus diesem Grunde gebe es im Vorstand der Genossenschaft auch Überlegungen, für genau dieses Tätigkeitsfeld einen Geschäftsführer einzustellen. Ebenso offen ist die personelle Zukunft des Gewerbevereins. Nachdem Harald Ketterer erklärte hatte, nicht mehr für die Position an der Spitze zur Verfügung zu stehen, sucht man derzeit nach geeigneten Kandidaten: „Es gibt aber noch keine Bewerber“, sagte Ketterer.

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