Alien im Rauch

Mehr als heiße Luft: Freiwillige Feuerwehr gibt Kindern einen Einblick in ihre Arbeit

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Es spitzte gewaltig, als die Kinder mit dem Feuerwehrschlauch hantierten.

Penzberg – Er atmet laut, sehr laut. Sein Gesicht verbirgt sich hinter einer Maske. Und auch der Rest seines Körpers verschwindet unter einer üppigen Montur aus Stiefeln, Hose, Jacke und Helm. Der Atemschutzträger ist bereit für seinen Einsatz, doch kein Rauch wartet auf ihn, sondern Kinder.

Ein wenig befremdlich schaut er schon aus, der Feuerwehrmann in seiner Atemschutzmontur. Hose und Jacke am Körper und ein meterlanger Schlauch auf seiner Schulter lassen ihn wie von einer anderen Welt wirken. Eine Axt in der Linken und dazu eine Maske auf dem Gesicht, die jeden Atemzug lauter nach außen dringen lässt als Darth Vader dies je vermocht hätte. Doch Angst haben die Kinder, die sich um dieses seltsame Wesen scharen, nicht. Genauso wenig vor dem Brand, den sie kurz darauf eigenhändig löschen. Im Rahmen des Ferienprogramms konnten nun Kinder einen Nachmittag lang die Arbeit der Feuerwehr kennenlernen. 

Alien im Rauch

Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
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Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra
Im Rahmen des Ferienprogramms gibt die Freiwillige Feuerwehr von Penzberg Kindern einen Einblick in ihre Arbeit © ra

Vor Fragen konnten sich die Feuerbekämpfer an diesem Tag kaum retten. Rund 50 Kinder kamen ans Gerätehaus, um einen Einblick die Arbeit derer zu gewinnen, die immer dann ausrücken, wenn es, sowohl im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn, irgendwo brennt. In kleinen Gruppen durchliefen die Mädchen und Buben verschiedene Stationen rund um die Arbeit der Rettungskräfte. An Neugier unter den Kinder mangelte es da nicht. Doch oft genug wussten auch sie die Antworten auf die Fragen der Feuerwehrleute, zum Beispiel als es darum ging, was ein Atemschutzträger alles braucht, ehe er sich in ein brennendes Haus, das bis an die Decke mit Rauch gefüllt ist, wagt. „Maske“, „Axt“ oder auch „Schlauch“ riefen die Kinder an der Atemschutzstation einem Feuerwehrmann entgegen, der sich nach und nach mit den genannten Gegenständen ausrüstete. Stiefel, Hose, Jacke, Schlauch, Brechwerkzeug, Wärmebildkamera, Atemschutzmaske und -gerät sowie Flammschutzhaube: In wenigen Sekunden stand vor den Kindern eine enorme Gestalt, deren Atemzüge durch die Maske geräuschvoll und unheimlich durch den Raum drangen. Doch unheimlich wirkte die Gestalt keineswegs auf die Kinder. „Wie ein Alien“, beschreibt ein Junge das Aussehen des Atemschutzträgers, „wie eine Fliege“, befindet dagegen ein Mädchen dessen Anblick. Von der Senkrechten geht es für den schwer atmenden Alien dann in einen hölzernen Tunnel, der sich durch den in schummriges Licht getauchten Raum unmittelbar unter dem Dach des Feuerwehrhauses zieht. Der mit unzähligen Kilogramm an Ausrüstung bepackte Atemschutzträger kriecht nun durch das Labyrinth hindurch, über Rampen und mehrere Etagen, und die Kinder folgen ihm nach. Mit Feuereifer wagen die unbepackten Leichtgewichte mehrere Runden in dem Tunnel. 

Nicht ganz so leicht fiel den Kindern dagegen das Löschen vor dem Gerätehaus, da galt es nämlich erst einmal, die Düse am Ende des Schlauches korrekt einzustellen und dann auch noch der mehrere Meter entfernten Flamme den Garaus zu machen. Um die Treffgenauigkeit zu verbessern, schärften die potenziellen Feuerwehrler von morgen im Anschluss auch gleich mit einem Hütchen als Zielobjekt ihr Augenmaß. 

Theoretischer wurde es dann am Löschfahrzeug, das im Inneren der Fahrzeughalle auf den nächsten Einsatz wartete. Dort erfuhren die Kinder, dass nicht nur Schläuche, sondern allerlei andere Ausrüstung in dem Gefährt untergebracht sind, darunter diverse Werkzeuge, Pumpen, Straßenabsperrungen und eine Kübelspritze. Dass da nicht mehr allzu viel Platz für den Trupp bleibt, erfuhren die Kinder dann beim Probesitzen im Inneren am eigenen Leib. 

Ein Nachmittag, mit dem die Feuerwehr vermutlich den ein oder anderen Rekrut von morgen für sich gewinnen konnte, ein Junge erkundigte sich nach dem Löscheinsatz jedenfalls, wie alt er sein müsse, um bei der Feuerwehr aufgenommen zu werden. ra

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