CSU-Programm zur Kinderbetreuung

Qualität und Angebot verbessern

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Penzberg - Die Erweiterung der Kinderbetreuungsplätze in Penzberg - das ist das zentrale Thema eines Aktionsprogramms der CSU.

Für Richard Kreuzer wird die Kinderbetreuung immer mehr zu einem „gewichtigen Standortfaktor“. Deshalb präsentiere der CSU-Bürgermeisterkandidat nun ein Aktionsprogramm, mit dem seine Partei in den kommenden Jahren die Betreuung und Bildung der Kinder verbessern und ausbauen möchte. Dabei geht es um den Bau neuer Kindergärten, aber auch um Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen. Kreuzer setzt dabei auch auf die SPD - zumindest die in Berlin. Denn im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung wird ein weiteres Investitionsprogramm für den Ausbau der Kinderbetreuung angekündigt. „Alleine kann die Stadt das alles nämlich nicht schaffen“, so Kreuzer. In der Ankündigung von Bürgermeister Hans Mummert, dass der Stadtrat wohl der Planung für einen Kindergarten der Pfarrei Christkönig zustimmen wird, sieht Kreuzer die CSU bestätigt. Ihm ist es aber auch wichtig, dass eine Erweiterung der Kinderkrippe Spatzennest geprüft sowie ein neuer Standort für den Arche-Noah-Kindergarten gesucht wird. Gerade bei den Krippenplätzen erwartet Kreuzer einen weiter steigenden Bedarf. Derzeit steht in Penzberg für 60 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Krippenplatz zur Verfügung, Kreuzer rechnet aber damit, dass der Bedarf in ein paar Jahren bei bis zu 90 Prozent liegen kann. „Darauf müssen wir vorbereitet sein“, fordert er. Dafür brauche man dann aber auch das entsprechende Personal, das es derzeit aber nicht in ausreichender Zahl gebe. Deshalb will die CSU gemeinsam mit den Kindergärten und Krippen einen Maßnahmenkatalog entwickeln, „wie qua- lifiziertes Personal gewonnen und dauerhaft gehalten werden kann“. Parallel dazu wolle man mit den Einrichtungen ein Konzept für die Fortbildung des Personals entwickeln, um die Qualität in der Betreuung zu verbessern. Langfristig sieht das Aktionsprogramm ferner vor, die Betreuungszeiten der Einrichtungen stärker dem Bedarf der Eltern anzupassen. „Es wäre sinnvoll, wenn es Einrichtungen gibt, die am Nachmittag länger und eventuell auch am Wochenende geöffnet hätten“, so Kreuzer. Ganz wichtig ist Kreuzer zudem, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen künftig anders ermittelt wird. Bisher erfolgt dies im Frühling eines jeden Jahres. „Das funktioniert aber nicht mehr“, so Kreuzer, der deshalb im Sommer mit den Betreuungseinrichtungen eine Datenbank einrichten will, in der die Eltern via Internet ihren konkreten Bedarf anmelden können. „Dann wissen wir immer, was Sache ist“, sagt Kreuzer. Ferner sieht das CSU-Programm eine Ganztagesbetreuung an den beiden Grundschulen vor. Und zusammen mit dem Landkreis soll auch an Gymnasium und Realschule eine ganztägige Betreuung realisiert werden. la (mehr dazu in Printausgabe am Samstag)

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