Kinderbetreuungsplätze in Penzberg

Eltern zurück gepfiffen

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Penzberg - Neue Entwicklung in Sachen Kinderbetreuungsplätze in Penzberg: Das Spatzennest distanziert von der Elterninitiative.

Knapp 750 Unterschriften hat die Initiative der Elternbeiräte der Kindergärten St. Franziskus in Steigenberg und Arche Noah sowie der Spatzennest-Krippe für die sofortige Planung von mehr Kinderbetreuungsplätzen gesammelt. Mehr werden es aber nicht mehr, denn die Spatzennest-Eltern wurden von Geschäftsführerin Monika Scheer und dem Vorstand der Spatzennest Familienservice gGmbH als Trägerin der Krippe zurück gepfiffen. Die in der Krippe ausgehängten Unterschriftslisten mussten entfernt werden. Die Spatzennest Familienservice gGmbH als Trägerin der Krippe „distanziert sich entschieden“ von der Elterninitiative. „Hier werden anscheinend Eltern für gezielt geführten Wahlkampf missbraucht“, erklärt Geschäftsführerin Scheer. Ein klarer Seitenhieb gegen Alexandra Reiter, die als Sprecherin der Elterninitiative fungiert, aber auch für die CSU in den Stadtrat einziehen will. Die Unterschriftenaktion, so Scheer, „wirft ein negatives Licht auf unsere Einrichtung“. Zugleich räumt sie aber ein, dass das Spatzennest bereits Mitte 2013 bei der Stadt Interesse an einer Erweiterung bekundet hat. Die Eltern haben nun eigentlich nichts anderes getan, als dem Nachdruck zu verleihen. Claudia Mannek, die Vorsitzende des Spatzennest-Elternbeirats, berichtet von einem Treffen mit Scheer und dem Spatzennest-Vorstand am vergangenen Donnerstag. Dabei wurde ihr offenbar zu verstehen gegeben, dass man das Vorgehen der Eltern wegen der politischen Brisanz missbillige. Mannek jedenfalls entfernte am Freitag die Listen aus dem Spatzennest und räumt ein: „Mit den Eltern war das nicht abgesprochen.“ Sebastian Posselt, der Elternbeiratschef von St. Franziskus, sieht keinen Zusammenhang zwischen der Initiative und der Kandidatur von Alexandra Reiter: „Uns geht es nur darum, dass für unsere Kinder neue Einrichtungen geschaffen werden.“ Und Reiter? Die ist bestürzt über die Kritik von Scheer: „Es ist schon schlimm, wenn man sich als Mutter nicht mehr engagieren darf, sobald man in einer Partei ist.“ la

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