Kleine Lösung für die Kunst

Soll im Garten einen Anbau bekommen: das Penzberger Stadtmuseum.

Das Stadtmuseum soll im Garten einen Anbau erhalten, in dem dann die Werke von Heinrich Campendonk dauerhaft gezeigt werden. Dieses sehr konkrete Planspiel wird Bürgermeister Hans Mummert am Dienstag dem Stadtrat vorstellen. Unterstützt wird dieser Plan vom Campendonk-Freundeskreis ebenso wie von der Kulturgemeinschaft, der Kunstzeche und dem Bergknappenverein.

Penzberg befindet sich derzeit in einer Zwickmühle: Der Campendonk-Nachlass wurde der Stadt von der Familie Mast mit der Maßgabe überlassen, dass die Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das ist aber derzeit nicht möglich, weil im Stadtmuseum die oberen Etagen wegen fehlender Fluchtwege gesperrt sind. Wenn im Frühjahr eine Außentreppe errichtet wird, dann kann dadurch zwar der erste Stock mit einem Fluchtweg versehen werden, das zweite Obergeschoß dürfte aber auch dann noch nicht genutzt werden. Weil die beiden Ausstellungen mit dem Campendonk-Nachlass im vergangenen Jahr aber ein Publikumsmagnet wa- ren und das Museum erstmals als wirkliche Ergänzung zu Bernried, Kochel und Murnau wahrgenommen wurde, befindet sich die Stadt in einer Zwickmühle. Dies umso mehr, als die große Lösung mit einem Neubau für Stadtmuseum, Bergwerksmuseum und Volkshochschule auf dem Gelände des einstigen Schlachthofes an der Karl- straße aus Kostengründen zu den Akten gelegt wurde. Deshalb entstand die Idee, dem Stadtmuseum einen Anbau hinzuzufügen. Der Platz im Garten ist zwar begrenzt, aber der Neubau soll nicht größer als das bestehende Gebäude werden. Geplant ist zudem, beide Baukörper mit einer Brücke zu verbinden, so dass damit auch die Fluchtwegeproblematik im Altbau gelöst wäre. Im Neubau hätte man dann jenen Platz, um eine Dauerausstellung über Campendonk unterzubringen. Zwar ist über die Kosten für den Anbau noch nichts bekannt, aber einen anderen Ausweg aus der Museummisere dürfte Penzberg nicht haben.

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