Kleines Schmuckstück

Soll jetzt ein Kulturzentrum werden: das etwa 1870 erbaute „Deichstetter-Haus an der Staltacher Straße.

Die Gemeinde Iffeldorf erhält ein neues Zentrum für gemeinnützige und kulturelle Zwecke und muss dafür wohl nur 100.000 Euro (oder etwas mehr) für Reparaturarbeiten locker machen. Es handelt sich dabei um das so genannte Deichstetter-Haus an der Staltacher Straße, das kürzlich, wie Bürgermeister Hubert Kroiß bei der Bürgerversammlung bekannt gegeben hat, als Erbschaft in das Eigentum der Gemeinde übergegangen ist. Der notarielle Vertrag war einen Tag zuvor unterzeichnet worden.

Die in den letzten Jahren heruntergekommene Immobilie wurde etwa um 1870 von Josef Ritter von Maffei, dem die Brauerei, das Torfwerk und ein großes Gut in Stalt- ach gehörten, als Ärztehaus zum zuvor von ihm errichteten Krankenhaus erbaut. In letzter Zeit lebte dort mit Willi Hörmann ein Nachfahre der Deichstetter-Familie, der sich mit medizinischer Forschung beschäftigt hat. Hörmann ist im vergangenen November im Alter von 79 Jahren verstorben und hat Grundstück und Gebäude, da er keine Nachfahren hat (seine Frau ist schon früher gestorben), der Gemeinde mit der Auflage vererbt, die Immobilie zu erhalten und für gemeinnützige oder kulturelle Zwecke zu nutzen. Gebäude und auch Nebengebäude, derzeit ziemlich zugewachsen, stehen nicht unter Denkmal- schutz, haben aber doch einen gewissen Charme. „Die Grundsubstanz ist gut“, hat Kroiß schon festgestellt, nur das Dach muss saniert werden (Kostenpunkt: 80.000 Euro); Fassade, Innenräume und der Garten brauchen eine Auffrischung. Für Kroiß, der eigenen Angaben nach mit Hörmann „immer ein gutes Verhältnis“ hatte, kam diese Überschreibung auf die Kommune doch recht überraschend. Er kann sich vorstellen, dort ein kleines Café zu integrieren. Jedenfalls soll das Deichstetter-Haus ein kleines Schmuckstück werden.

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