Currywurst und Crossover

Stephan und Maria Huber stellen am Stadtplatz einen Imbisswagen auf

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Imbiss statt Kühberger: Hinter der Wahlwerbung, direkt im Anschluss an den Bouleplatz, soll ein Imbisswagen zur Belebung des Stadtplatzes errichtet werden. Der Bauausschuss stimmte nun geschlossen für dieses Vorhaben.

Penzberg – Stephan und Maria Huber haben klare Vorstellungen, wie ihre sogenannte Kleingastronomie am Stadtplatz aussehen soll: Ein Imbisswagen, der ein Vordach erhält, Sitzgelegenheiten und im Sommer noch Liegestühle. Der Bauausschuss genehmigte nun einstimmig den Imbisswagen.

„Noch im März könnte es losgehen“, erläuterte das Ehepaar Huber seine Pläne direkt im Anschluss an die Sitzung des Bauausschusses. Das Gremium hatte da gerade grünes Licht für den Imbisswagen gegeben, denn dagegen einzuwenden gab es nichts: Der Wagen steht auf dem 5 mal 6,2 Meter großen Privatgrund, direkt an der Rückseite eines ebenfalls privaten Wohnhauses. Auch die Anlieferung soll über das Grundstück der Hubers an der Friedrich-Ebert-Straße erfolgen, ebenso die Anschlüsse für Wasser und Abwasser. „Etwas Crossover“ könnte es werden, so Stephan Huber, der schon einige Ideen hat. Jedenfalls soll es „ansehnlich“ werden, verspricht er und will so Befürchtungen ausräumen, dass der Imbisswagen den Stadtplatz optisch abwerten könnte. Gäste könnten dort womöglich auch in einer alten Berg­bahn-Gondel speisen, die Stephan Huber noch organisieren und auf dem kleinen Areal in Toplage aufstellen will. Liegestühle, die Stephan Huber bei schönem Wetter im Bereich der Boulebahn platzieren möchte, würden abends wieder weggeräumt. Die beiden Betreiber wollen einen je nach Bedarf geschlossenen oder offenen Vorbau in „stilvollem Ambiente“ errichten. 

Stadtbaumeister Justus Klement wies darauf hin, dass Stephan und Maria Huber auf Hinweise des Stadtbauamts ihre Pläne dahingehend geändert haben, dass sie sich nun komplett auf ein privates Grundstück zurückziehen. „Doch eine Beeinträchtigung bleibt“, sagte Klement und empfahl, lediglich eine befristete Genehmigung zu erteilen, denn der Bebauungsplan „Altstadtsanierung“ sieht an dieser Stelle ausdrücklich ein „festes Gebäude“ vor. 

Im Ausschuss sah man dies aber anders. Ludwig Schmuck (CSU) etwa wies darauf hin, dass das Vorhaben nicht störe. Ganz im Gegensatz zu anderen Bereichen in der Innenstadt, wo Schmuck zu viele Außenmöbel als Störfaktoren ausmacht. „Da ist alles vollgestellt“, sagte er. Am Stadtplatz gebe es hingegen keinen Grund, den Imbisswagen abzulehnen. Manfred Reitmeier (BfP) sah in dem Vorhaben sogar eine „Belebung des Stadtplatzes“. Ebenso Thomas Keller (SPD), der aber wissen wollte, ob der Imbisswagen bei Großveranstaltungen nicht störe, weshalb er an Stephan und Maria Huber appellierte, dann die Stühle wieder zu entfernen. „Da muss es ein Miteinander geben“, so Keller. Das sicherte das Ehepaar Huber in einer Betriebsbeschreibung bereits zu: So „sollte im Einklang mit den immer wiederkehrenden Veranstaltungen, welche unsere Stadt so schön beleben, ein ausgewogenes und harmonisches Miteinander gewährleistet sein“. Ansonsten werde man darauf achten, die Angebote den örtlichen Bedürfnissen anzupassen und die kulinarische Vielfalt in Penz­berg zu erweitern. Die Kernöffnungszeiten sollten montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr sein, eine Erweiterung der Öffnungszeiten auf Samstag oder auch Sonntag werde der Bedarf zeigen. Bürgermeisterin Elke Zehetner erklärte, dass ihr Stephan und Maria Huber zugesichert hätten, die Anlieferung über deren Privatgrundstück abzuwickeln. Auch der Anschluss für Strom und Wasser soll dort erfolgen. Klar gebe es bei größeren Veranstaltungen dann mehr zu beachten, sagte Bürgermeisterin Zehetner. „Das sind schon gewisse Beeinträchtigungen, aber die nun vorliegende Variante mit der Nutzung des Privatgrundstücks ist die bestmögliche Lösung.“ dd

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