Pfarrei St. Ulrich 

Klosterdirektor auch Pfarrer in Walchensee

Walchensee – In Walchensee wurde Pfarrer Pater Walter Schmidt in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist bereits gefunden: Pater Lothar Bily übernimmt die Aufgaben in der Pfarrei St. Ulrich.

Der 67-Jährige ist seit drei Jahren Direktor des Klosters Benediktbeuern und wird die Pfarrstelle in Personalunion führen. Geboren wurde Lothar Bily in Regensburg. Nach dem Abitur studierte er zunächst Germanistik und Theologie, dann führte ein Praxisjahr im Aktionszentrum ihn nach Benediktbeuern. Er studierte an der Katholischen Stiftungshochschule Sozialpädagogik, promovierte in Augsburg und wurde in Benediktbeuern zum Priester geweiht. Seit 32 Jahren ist er dort dauerhaft ansässig, war Dozent, Studentenpfarrer, Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie, Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule, stellvertretender Direktor und schließlich Klosterdirektor.

Mehr Zeit für Seelsorge

Warum der Klosterdirektor selbst Hirte einer so kleinen Pfarrei wie Walchensee wird, erklärt Bily mit der Umstrukturierung des Klosters. Durch die personelle Trennung von Einrichtung und Mitbrüdern habe er mehr Zeit für die Seelsorgearbeit. „Ich werde die Pfarrei überwiegend von Benediktbeuern aus mitführen und nur bedarfsweise im Walchenseer Pfarrhaus übernachten“, kündigt der Salesianer an. Nicht alle drei Gottesdienste pro Woche wird Bily selbst halten können. Einen Sonntag im Monat müsse er in Benediktbeuern sein, erklärt er, dann werde Pater Alfons Blüml aushelfen. Als Präsenzzeit in Walchensee plant Bily zwei feste Vormittage, die er gemeinsam mit dem Kirchengemeinderat festlegen will. „Ich gehe sehr offen an die Sache ran“, erklärt der Ordensmann. Er wolle sich mit den Menschen vor Ort über deren Wünsche und Erwartungen unterhalten und hoffe, dass man bei den kirchlichen Feiern, trotz Corona-Bedingungen, langsam wieder zur Normalität zurückkehren könne.

Kein Neuland

Absolutes Neuland ist Walchensee für Bily im Übrigen nicht. „In den 1990er Jahren war ich für kurze Zeit in der alten Jakobskirche tätig“, erzählt er. Neben der seelsorgerischen Aufgabe freut Bily sich auch auf die „Traumlandschaft“, die ihn an norwegische Fjorde erinnere.

Christine Weikert

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