Ganz schön groß und teuer Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes: In Kochel fällt die Brücke über den Pessenbach recht monumental aus

Ganz schön groß und teuer

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Etwas monumental angesichts des durchfließenden Bächleins: Die erste von drei Brücken entlang des neuen Radweges zwischen Pessenbach und Ried.

Kochel – Auch wenn sie nur das Gewicht von Zweiradfahrern und Fußgängern tragen muss und lediglich über einen Bach führt, zeigt sich die Brücke in monumentaler Gestalt. Die Überführung ist Teil des neuen Radweges zwischen Ried und Pessenbach und so üppig, weil das Wasserwirtschaftsamt es so wollte.

Im März war der Spatenstich erfolgt, für Spätsommer hätte man sich die Eröffnung des knapp eineinhalb Kilometer langen Radweges zwischen Kochels Ortsteilen Pessenbach und Ried gewünscht. Auch wenn dieses nicht geklappt hat, ist immerhin die eine Hälfte des Radweges befahrbar. Von Pessenbach bis ins Gewerbegebiet ist der Weg fertiggestellt, etwas mehr Geduld brauchen die Rieder: Am zweiten Abschnitt wird im nächsten Jahr weitergebaut. 

Weil dieser Weg, der künftig Radfahrer und Spaziergängern den Umweg durchs Moos erspart, so gut ins „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ passt, wird das 600.000 Euro teure Projekt auch von der Regierung von Oberbayern zu fast 50 Prozent gefördert. Wie Kochels Bürgermeister Thomas Holz vor dem Gemeinderat ausführte, ist das südliche Teilstück zwischen Pessenbach und dem Gewerbegebiet samt Asphaltdecke, Bankett und Zäunen fertiggestellt. Auch eine Brücke enthält dieses Teilstück. Warum diese recht monumental ausgefallen ist, erklärte der bereits von mehreren Bürgern darauf angesprochene Rathaus­chef nun wie folgt: „Das war keine Erfindung der Gemeinde, sondern die Vorgabe des Wasserwirtschaftsamtes.“ Und weil der Pessenbach ein Wildbach sei, der „weiter oben für viele Millionen Baumaßnahmen erfährt“, habe man sich an die Vorgaben der Fachbehörden gehalten. 

Im nördlichen Teilstück zwischen dem Gewerbegebiet Pessenbach und Ried sind der Bodenaustausch und die Brückengründung bereits erfolgt. Der Abschnitt soll bis Jahresende noch begehbar und befahrbar hergestellt werden, jedoch sei die Asphaltierung heuer nicht mehr zu schaffen, bedauerte Holz und begründete dies vor allem mit der Explosion in der Vohburger Raffinerie Anfang September, die zu einem Bitumenengpass in ganz Südbayern führte. cw

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