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Kochelsee: Ölfilm geht zurück - Noch keine kranken Tiere gefunden

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Von: Andreas Baar

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Die Kochler Feuerwehr hat auf dem See lange Ölsperren verlegt. © Feuerwehr Kochel

Kochel - Gute Nachricht aus Kochel: Der Ölfilm auf dem Kochelsee geht zurück. Das meldet das Tölzer Landratsamt.

Am Kochelsee hat sich am Samstag (24. September) ein Ölfilm auf der Wasseroberfläche ausgebreitet. Polizei, Gemeinde, Feuerwehr und Landratsamt und auch das Wasserwirtschaftsamt Weilheim waren vor Ort. Es handelt sich um circa 600 Liter ausgetretenes Heizöl, das zunächst ins Erdreich gelangte. Wie es zu dem Öleintrag in den See kommen konnte, wird laut Landratsamtssprecherin Marlis Peischer weiterhin ermittelt. Bekannt ist laut Kreisbehörde, dass das Heizöl beim Betanken eines Öltanks der Kristall-Therme Trimini aus technischen Gründen versickert war. Insgesamt erstreckte sich der Bereich der mit Öl beschlagenen Wasseroberfläche auf circa 1000 Quadratmeter.

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Der Ölfilm auf dem Kochelsee war gut zu erkennen. © Feuerwehr Kochel

Feuerwehr verlegte Ölsperre

Die Kochler Feuerwehr war am Samstag gegen 11 Uhr alarmiert worden. Die freiwilligen Helfer rückte an und bauten eine mehr als 200 Meter lange Ölsperre auf dem See auf. Diese wurde über das Wochenende immer wieder kontrolliert. Laut Landratsamtssprecherin Peischer wurde unverzüglich Maßnahmen ergriffen. Im Einsatz waren spezielle Ölbindemittel. Dadurch konnte das Öl abgenommen und entsorgt werden. Die Sperren verhinderten eine Verbreitung des Öls im See. Die Feuerwehr Kochel, die von Kameraden vom Tegernsee unterstützt wurden, ist weiterhin vor Ort.

Boden wird untersucht

Als nächstes werden im Beisein des Wasserwirtschaftsamts Weilheim sogenannte Baggerschurfen und Kleinrammsondierungen zur weiteren Eingrenzung des Umfangs der Verschmutzung stattfinden. Danach richten sich auch die weiteren Arbeiten. Für einen Schurf hebt ein Bagger an bestimmten Punkten ein Loch aus, damit die Bodenschichten sichtbar werden. Auf diese Weise könne auch Probenmaterial entnommen werden, heißt es von der Kreisbehörde. Mit der Kleinrammsondierung wird die Dichte und Beschaffenheit des Bodens untersucht.

Bislang keine kranken Tiere gefunden

Ob und inwieweit die Tier- und Pflanzenwelt beeinträchtigt ist, wird beobachtet. „Bislang wurden weder kranke Fische noch Vögel gefunden“, so Kreissprecherin Peischer. Das Tölzer Landratsamt bittet Wassersportler, „großräumig Abstand zu den Ölsperren zu halten“.

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