Gemeinderat in Iffeldorf

Kommune hilft Kultur

Der Gemeinderat Iffeldorf tagt unter Corona-Bedingungen zur Sitzung in der Mehrzweckhalle.
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Der Gemeinderat stimmte für die Kulturförderung.

Iffeldorf – Die Gemeinde Iffeldorf greift der örtlichen Kultur kräftig unter die Arme. Dafür votierte der Gemeinderat einmütig – gerade in Corona-Zeiten ein wichtiges Signal.

Immerhin 10.000 Euro. So hoch ist die Summe, die aus Iffeldorfs gemeindlicher Kasse für die Reihe der „Iffeldorfer Meisterkonzerte“ im kommenden Jahr ausgeschüttet wird. Diesen Betrag segnete der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ohne Gegenstimme ab. Den entsprechenden Antrag hatte Konzertinitiatorin Andrea Fessmann eingereicht. Damit wurde eine jahrelange Tradition der Unterstützung fortgesetzt. Man sei sich „immer einig“ gewesen, betonte Bürgermeister Hans Lang (SPD) denn auch.

Weitere Meisterkonzerte

Trotz der unsicheren Corona-Lage planen die Veranstalter für 2021 eine Fortsetzung der Meisterkonzerte, die weit über die Grenzen der Osterseengemeinde hinaus einen guten Ruf besitzen. Fessmann, die 2021 zehn Jahre im Amt ist und damals den Posten von Egbert Greven übernahm, möchte die „Schlossanger-Konzerte“ als Open-Air-Termine fortführen. Der Rathauschef schwärmte von „einem tollen Programm“. Allerdings koste das Kulturangebot Geld, mahnte Lang an. „Das Einspielen hat noch nie gereicht.“ Heuer waren nach seinen Worten bei den wenigen Konzerten auf Grund der Hygieneschutzbestimmungen lediglich um die 125 Besucher anwesend, normal sitzen 400 Zuhörer in den Reihen. Kein Wunder, dass im Corona-Jahr ein Defizit auflief. Für Lang keine Frage, dass die Gemeinde die Reihe unterstützt: „Die Meisterkonzerte sind eines der wichtigsten Aushängeschilder für unsere Gemeinde.“ Widerspruch erntete er nicht.

Zuschuss für „KlangKunst“

Differenzierter wurde dagegen der Zuschussantrag des Vereins „KlangKunst im Pfaffenwinkel“ zur Förderung der zwei diesjährigen „Carmina Burana“-Konzerte betrachtet. Diese hatten heuer im August unter besonderen Bedingungen stattgefunden (Rundschau berichtete). „Die Stimmung war gigantisch“, lobte der Bürgermeister zwar – allerdings sei auch ein Defizit von 3800 Euro aufgelaufen. Lang regte einen 2000-Euro-Zuschuss an. Hans-Dieter Necker (SPD) plädierte dafür: „Man sollte die Kultur gerade in solchen Zeiten unterstützen“. Dass sah auch Theresia Köpfer (UWÖ) so: Kultur sei „kein Gewinnbetrieb“, aber „ein wichtiges Element für unsere Gesellschaft“. Andreas Michl (CSU) tut sich dagegen „jedes Jahr schwer“ mit einer Zuschussentscheidung. Man müsse „die Kirche im Dorf lassen“ und auf die Finanzen achten. Am Ende stimmte Michl allerdings ebenso wie seine Ratskollegen der 2000-Euro-Finanzspritze für den Verein zu. Andreas Baar

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