Dem Kopfschmerz auf den Grund gehen

Was bei Hochwasser ein Hindernis darstellt, muss weg: Hans Specker von der Flussmeisterstelle Benediktbeuern, arbeitet sich langsam vor.

Wenn es einem im Kopf wehtut, dann kann dies südlich von München häufig am Wetter liegen, aber auch ganz andere Ursachen haben. Der solcherart geplagte Mensch wird vom Hausarzt dann in der Regel zum Neurologen überwiesen. Der findet sich fortan direkt am Krankenhaus, nachdem die beiden in Weilheim niedergelassenen Neurologen Ulrich Fahrbach und Markus Förster ihre zunächst an der Karlstraße gelegene Zweigpraxis nun an den Schlossbichl verlegt haben und dort an drei Tagen in der Woche eine eigene Sprechstunde anbieten.

Der Auftakt dieser medizinischen Versorgung bietet zugleich einen willkommenen Anlass für das Duo Fahrbach-Förster auch die nächste „Penzberger Sprechstunde“ zu bestreiten und somit jene erfolgreiche Veranstaltungsreihe im Krankenhaus fortzusetzen, die vor dreieinhalb Jahren ins Leben gerufen wurde. Am Mittwoch, 23. Februar, um 19 Uhr beschäftigen sich die beiden Fachärzte mit der Frage „Symptom Kopfschmerz - was steckt dahinter“. Was wirklich dahinter steckt ist vielfältiger Natur. „Das beginnt beim viralen Infekt und endet bei Schlaganfall und in sehr seltenen Fällen beim Tumor“, erklärt der Schwabe Fahrbach. Der Mediziner spricht hier vom Spannungskopfschmerz, der meist ebenso plötzlich verschwindet, wie er gekommen ist. „Da wird viel mit Aspirin gearbeitet“, sagt Markus Förster. Da sei auch nicht verkehrt, allerdings komme es darauf an, dass der Patient rechtzeitig die Kurve kriegt. Will heißen: Gehen die Kopfschmerzen über einen längeren Zeitraum nicht weg, ist es ratsam einen Neurologen aufzusuchen, bevor sich daraus etwas Chronisches entwickelt. Es nicht so weit kommen zu lassen, wird ebenso im Mittelpunkt ihres Vortrags stehen wie die Migräne oder die im Alpenvorland so häufig zu beobachtende Föhnfühligkeit der Menschen, wo- von im Übrigen alle Altersgruppen betroffen sein können. Doch so sehr die Birne auch schmerzen mag, so sehr betont Markus Förster auch: „Man kann Kopfschmerzen sehr gut behandeln.“ Für Fahrbach und Förster ist dies ein willkommener Einstieg, um sich dem Penzberger Publikum vorzustellen. Bis dato waren die beiden zwar schon als Konsiliaräzte, also als externe Fachberater am Krankenhaus tätig, was Florian Brändle, der ärztliche Direktor sehr zu schätzen gelernt hat. „Gerade bei Kopfschmerzen, Schwindel oder Schlag- anfällen ist es im Bereich der inneren Medizin sehr wichtig, wenn man kompetente Kollegen zur Seite hat.“ Jetzt aber sind Fahrbach und Förster nicht mehr nur ausschließlich im reinen Klinikbetrieb tätig, sondern haben am Krankenhaus auch eine eigene Zweigpraxis. Dort sind sie am Dienstag, Donnerstag und Freitag präsent, allerdings mit der Einschränkung, dass man vorher in der Weilheimer Zentralpraxis einen Termin vereinbaren muss. Das Spektrum von Fahrbach-Förster beinhal- tet alle Erkrankungen des Nervensystems - vom „normalen“ Kopf- schmerz über MS und Parkinson bis zur Epilepsie. Mit den beiden Neurologen verfügt das Penzberger Krankenhaus nun mittlerweile über acht Fachmediziner, die dort mit einer Praxis vertreten sind. Für Chefarzt Brändle ist dies aus zweierlei Gründen von großer Bedeutung: „Ein kleines Krankenhaus wie das unsrige kann von externer Kompetenz nur profitieren“, sagte er. Und angesichts der bevorstehenden Übernahme durch den Landkreis Starnberg oder Garmisch merkte er an: „Dass wir jetzt auch noch über eine Fachpraxis für Neurologie verfügen, wird sicher auch vom künftigen Träger als sehr interessant erachtet.

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