Pendeln vor dem Wechsel

Korpan will nahtlosen Übergang / Bocksberger wird wohl neuer Vize

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Der neue Chef und wohl sein neuer Vize: Stefan Korpan und Markus Bocksberger, als sie sich die gegenseitig geklauten Internetadressen zurückgaben.

Penzberg – Heute streift Stefan Korpan vorerst das letzte Mal seine Uniform über und räumt seinen Arbeitsplatz bei der Polizei in Geretsried. Am 4. Mai wird er seine beruflichen Zelte für sechs Jahre im Rathaus aufschlagen, nachdem ihn die Penzberger zum neuen Bürgermeister gewählt haben.

Bis dahin wird Korpan noch als Pendeldiplomat unterwegs sein zwischen seinem neuen Arbeitsplatz und den eigenen vier Wänden. „Ich führe sehr viele Gespräche mit allen Abteilungen im Rathaus, weil ich einen nahtlosen Übergang der Amtsgeschäfte erreichen möchte“, sagt er. 

Die Chance dafür, dass Korpan dies auch gelingt, stehen nicht schlecht. „Jedes Mal, wenn ich ins Rathaus komme, freuen sich die Mitarbeiter. Dabei kennen die mich doch noch gar nicht“, hat er bei seinen Besuchen verwundert festgestellt. Dies sei jedenfalls „sehr motivierend“, sagt Korpan und ist überzeugt, dass ihm die positive Grundstimmung die Amtsübernahme erleichtern werde. Natürlich will Korpan auch eigene Akzente setzen, zunächst aber in einem überschaubaren Rahmen: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass mit nur wenigen Umstrukturierungen schon viel bewegt werden kann“, betont er. Über Einzelheiten lässt er sich noch nicht aus, allerdings zeichnet sich ab, dass Korpan im Rathaus wieder eine eigene Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit installieren will. Die war von Bürgermeister Hans Mummert etabliert, seiner Nachfolgerin Elke Zehetner aber aufgelöst worden. 

Ebenso deutet alles darauf hin, dass bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates am 12. Mai Markus Bocksberger (Penzberg Miteinander) zum neuen zweiten Bürgermeister gewählt wird. „Ich bin für diese Aufgabe bereit“, sagt Bocksberger, der dabei wohl auch mit der Unterstützung der Grünen und der Bürger für Penzberg rechnen kann. Die bei der Kommunalwahl halbierte SPD-Fraktion will aber auch einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, wobei hier zuletzt immer öfter Hardi Lenk als aussichtsreichster Anwärter genannt wurde. Noch völlig offen ist allerdings, ob es auch in der neuen Legislaturperiode wieder einen dritten Bürgermeister geben wird. la

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