Planung für Radweg von Bad Heilbrunn nach Penzberg kommt voran

Sechs Varianten

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Mögliche Variante: Der Radweg vom Langauer Kreisverkehr verläuft parallel zur B11 in südlicher Richtung bis zur Abzweigung Baumberg.

Bad Heilbrunn – Knapp 850.000 Euro könnte der Radweg zwischen Bad Heilbrunn und Penzberg kosten. Doch bis Geld in Teer umgewandelt wird, vergeht vermutlich noch etwas Zeit, denn der  Kreisausschuss des Tölzer Kreistages konnte sich noch nicht auf eine Trassenführung einigen.

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, für einen geplanten Radweg von Bad Heilbrunn nach Penzberg sind es davon derzeit sechs. Ausgearbeitet vom Tölzer Ingenieurbüro Heubeck, das dafür die Bachelorarbeit eines Mitarbeiters als Studie anwendet. Der Kreisausschuss des Tölzer Kreistages diskutierte nun darüber, welche Trasse am Ende realisiert werden soll, um den Lückenschluss von Bad Heilbrunn bis zur Landkreisgrenze an der Loisach herzustellen. Eine Entscheidung wurde dabei aber nicht getroffen. 

Eigentlich sind es nur 2,6 Kilometer, um von Bad Heilbrunn nach Penzberg zu strampeln. Vorausgesetzt, es geht schnurgerade an der Kreisstraße TÖL 5 entlang und der Radweg liegt südlich davon. Wie Planer Wolfgang Heubeck ausführte, sei eine andere Situierung wegen der angrenzenden FFH- und Überschwemmungsgebiete nicht möglich. Genauer: Der Radweg wird von der Staatsstraße 2063 auf der Südseite entlang der Loisach bis zum Langauer Kreisverkehr an der B11 verlaufen. Aber hier gibt es einen Knackpunkt: Wie geht es von dort weiter in Richtung Oberenzenau? 

Heubeck schlägt einen Umweg vor, entlang der B11 Richtung Baumberg. Die Mitglieder des Kreisausschusses stehen dieser Variante allerdings skeptisch gegenüber, da eine zusätzliche Strecke von rund 800 Metern in südlicher Richtung für den Alltagsverkehr nicht geeignet sei. Auch würden Freizeitradler die Strecke nur bedingt annehmen, so die Argumente der Kreisräte. Kritik gab es auch an Heubecks Vorschlag, den Radweg an der Bushaltestelle Hochfeld die TÖL 5 queren zu lassen. 

Eine Einigung über eine Trassenführung war an diesem Tag nicht drin, aber zumindest ermächtigte der Kreis­ausschuss Landrat Josef Niedermaier, einen Vertrag über die Planungsleistung abzuschließen. Dabei sollen die sechs Varianten genauer untersucht werden, von denen am Ende jene ausgewählt werden soll, die verkehrssicher ist, wirtschaftlich tragbar und am wenigsten in die Natur eingreift. Um den auf 845.000 Euro an Baukosten geschätzten Radweg aber auch errichten zu können, muss das Landratsamt noch eine ganze Reihe an Grundstücken erwerben. Sollte dies planmäßig vonstatten gehen, könnte im Jahr 2020 mit dem Bau begonnen werden. dwe

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