Leuchtende Bergmänner 

An der Hauptkreuzung in Penzberg geben Kumpel nun Lichtzeichen 

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Geben grünes Licht und auch rotes: ein Bauhofmitarbeiter installiert unter dem kritischen Blick von Elke Zehetner die neuen Ampelmännchenblenden.

Penzberg – Im Grunde genommen ist nichts neu, nach wie vor gilt an der Kreuzung Karlstraße/Bahnhofstraße die Regel „Bei Grün gehen, bei Rot stehen“. Doch eine winzige Kleinigkeit ist anders: Die leuchtenden Ampelmännchen tragen auf einmal eine Grubenlampe in ihrer Hand.

Während vor wenigen Tagen neue Ampelmännchen in Gestalt des Komikers Otto Waalkes in der Stadt Emden für Aufsehen sorgten, zog nun mehrere hundert Kilometer davon entfernt Penzberg nach. Doch komisch sind die neuen Signalgeber an Penzbergs Hauptkreuzung keineswegs, vielmehr historisch, und allem Anschein nach fesselnd: Da ließ sich Bürgermeisterin Elke Zehetner doch glatt fast vom Stadtbus überfahren, so fasziniert starrte sie mitten auf der Hauptkreuzung auf das rote Bergmännchen beziehungsweise Bergampelmännchen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Stadt Penzberg finden sich nun neue Blenden an den acht Fußgängerampeln dort, wo sich Bahnhofstraße und Karlstraße kreuzen. Und durch diese Blenden zeigen die roten und grünen Lichter nun keine gewöhnlichen Fußgänger mehr, sondern Bergmänner samt Grubenlampe. 

Bis die Stadt eine Genehmigung von der Regierung von Oberbayern für diese ungewöhnlichen Signalgeber erhalten hat, war einige Zeit ins Land gegangen. Doch letztendlich gab es grünes Licht, denn die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs seien „auf jeden Fall gewährleistet“, sagt Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann und schmunzelt über die in Österreich gefertigten Blenden kurz vor der Installation, bei welcher Zehetner von einer „denkwürdigen Stunde für die Stadt“ spricht. 

Ein gewisser Stolz ist auch Axel Wessner ins Gesicht geschrieben, gemeinsam mit SPD-Stadtrat Adrian Leinweber hatte er die Idee, an den Ampeln an die Historie der Stadt erinnern zu lassen. „Wir haben eine Geschichte, und auf die Geschichte sind wir stolz“, meint Wessner. Eine Idee, die jedenfalls gut ankommt, denn sobald die ersten beiden Blenden dank eines Bauhofmitarbeiters und einer Leiter ihre Position eingenommen hatten, zückten die Passanten ihre Smartphones und knipsten die Ampelphasen. Dabei vergaßen sie völlig, die Straße zu überqueren, als ihnen ein grünes Grubenmännchen den Weg freigab. ra

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